XRP: Unter 1 Dollar trotz Jeonbuk-Deal
XRP rutscht unter die Marke von 1 US-Dollar, während Ripple die dritte südkoreanische Bankenkooperation verkündet. Anleger zeigen sich skeptisch wegen der unklaren Rolle des Tokens im Zahlungsnetzwerk.

- Erstmals seit November 2024 unter 1 US-Dollar
- Jeonbuk Bank nutzt Ripple Payments
- RLUSD dominiert XRP Ledger mit 60 Prozent
- Wal-Transaktionen steigen um 280 Prozent
XRP hat am heutigen Dienstag erstmals seit November 2024 die Marke von 1 US-Dollar unterschritten. Aktuell notiert die Kryptowährung bei 0,9970 US-Dollar, ein Kursstand, der nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief von 0,9887 US-Dollar liegt. Bemerkenswert daran: Der Rückgang fällt in exakt jene Woche, in der Ripple seine dritte Bankenpartnerschaft in Südkorea bekanntgegeben hat.
Jeonbuk Bank steigt bei Ripple Payments ein
Ripple und die Jeonbuk Bank haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Die Regionalbank, die zur JB Financial Group gehört, wird als erstes koreanisches Regionalinstitut Ripple Payments für grenzüberschreitende Zahlungen einsetzen.
Die Abwicklung soll künftig statt in Tagen in Sekunden bis Minuten erfolgen, rund um die Uhr. Zielgruppe sind Import- und Exportfirmen, IT-Startups sowie Online-Content-Ersteller. Fiona Murray, die für Ripple den asiatisch-pazifischen Raum verantwortet, und Jeonbuk-Bank-Präsident Park Choon-won äußerten sich zu der Kooperation.
Es ist bereits die dritte Ripple-Partnerschaft in Südkorea in diesem Jahr, nach Kyobo Life Insurance und Kbank. Ripple wickelt nach eigenen Angaben über sein Zahlungsnetzwerk inzwischen mehr als 100 Milliarden US-Dollar in über 60 Märkten ab.
Offen bleibt jedoch, welches Asset bei der Jeonbuk-Kooperation tatsächlich zum Settlement genutzt wird – XRP, der hauseigene Stablecoin RLUSD oder ein koreanischer Fiat-Kanal. Details zu Startdatum, Zahlungskorridoren, Gebühren oder Transaktionsvolumen hat Ripple bislang nicht veröffentlicht.
Warum die Nachricht den Kurs nicht stützt
Genau diese Unklarheit dürfte den Kurs belasten. Laut Coindesk macht der Stablecoin RLUSD inzwischen mehr als 60 Prozent aller tokenisierten Vermögenswerte auf dem XRP Ledger aus – 845 von insgesamt 1,38 Milliarden US-Dollar.
Anleger interpretieren das als Signal, dass Ripple bei institutionellen Zahlungslösungen zunehmend auf RLUSD statt auf XRP selbst setzt. Damit würde eine der zentralen Wertsteigerungs-Thesen für das Token – dass jede neue Bankpartnerschaft automatisch mehr XRP-Nachfrage erzeugt – zumindest infrage gestellt.
Am Terminmarkt zeigt sich parallel eine aggressive Positionierung: Das Open Interest bei XRP-Futures liegt bei rund 2,78 Milliarden US-Dollar, das Verhältnis von Long- zu Short-Positionen bei über 3:1 auf Binance und OKX. Trotz dieser bullischen Ausrichtung vieler Trader gab der Kurs nach.
Auf der Blockchain selbst war zugleich ungewöhnliche Aktivität zu beobachten. Nach Angaben des Analysten Ali Martinez schnellte die Zahl der Wal-Transaktionen über 1 Million US-Dollar innerhalb von 24 Stunden um 280 Prozent auf knapp 40 Transaktionen nach oben.
Ob es sich dabei um Käufe, Verkäufe oder reine Umschichtungen handelt, ist unklar – bestätigte Börsentransfers liegen nicht vor. Die Zahl aktiver Adressen erreichte zugleich ein Mehrjahreshoch.
Charttechnisch angespannte Lage
Der 50-Tage-Durchschnitt von 1,08 US-Dollar liegt inzwischen deutlich über dem aktuellen Kurs, ein Zeichen für den kurzfristigen Abwärtsdruck. Der Relative-Stärke-Index von 35,9 signalisiert zudem, dass XRP nahe einer überverkauften Zone notiert, ohne diese bereits erreicht zu haben.
Der Krypto-Analyst Crypto Patel sieht laut Berichten eine mögliche Akkumulationszone zwischen 0,65 und 0,85 US-Dollar, sollte die aktuelle Unterstützung nicht halten – bei einem weiteren Rückgang um 20 bis 40 Prozent.
Andere technische Signale, darunter ein Tom-DeMark-Sequential-Kaufsignal und ein Triple-Bottom-Muster, deuten hingegen auf eine mögliche Stabilisierung oberhalb von 1,10 US-Dollar hin, sollte die Marke von 1 US-Dollar zurückerobert werden.
Für Anleger bleibt die Gemengelage widersprüchlich: Ripple expandiert operativ in Asien weiter, doch die fehlende Klarheit über die Rolle von XRP im eigenen Zahlungsnetzwerk lässt den Markt vorerst skeptisch reagieren.
XRP: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 18. August liefert die Antwort:
Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
XRP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




