XRP: Unter 1,20 Dollar bei 3,8% Minus
Fed-Signale zu Zinspolitik drücken XRP unter 1,20 Dollar. Großinvestoren kaufen trotz Kursschwäche massiv zu.

- Fed bremst Zinssenkungserwartungen aus
- XRP fällt unter wichtige 1,20-Dollar-Marke
- Wale erhöhen Bestände auf 74 Prozent
- Ripple expandiert mit Stablecoin in Afrika
Die US-Notenbank bremst, und der Kryptomarkt reagiert prompt. XRP rutscht unter die wichtige Marke von 1,20 US-Dollar. Im Hintergrund braut sich eine brisante Mischung zusammen. Große Investoren kaufen massiv nach. Privatanleger gehen extreme Risiken ein.
Die Federal Reserve hält den Leitzins stabil. Sie signalisiert weniger Zinssenkungen für die Zukunft. Das drückt den XRP-Kurs auf aktuell 1,17 US-Dollar. Auf Tagessicht verliert der Token rund 3,8 Prozent.
Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf fast 38 Prozent. Der Abstand zum alten Hoch von 3,65 US-Dollar wächst stetig. Technische Analysten sehen das aktuelle Niveau als letzte Verteidigungslinie. Fällt diese, drohen weitere Kursverluste.
Extreme Hebel und leere Futures
Auf der Handelsplattform Binance erreicht der geschätzte Hebel für XRP einen neuen Jahreshöchststand. Der Wert kletterte auf 0,1899. Die Folge: Der Kurs wird extrem anfällig für kaskadenartige Zwangsliquidierungen.
Parallel dazu hat sich das offene Interesse am Terminmarkt massiv bereinigt. Im vergangenen Sommer lag das Volumen noch bei zehn Milliarden US-Dollar. Aktuell sind davon nur noch 2,55 Milliarden übrig. Ein solcher Rückgang ging in der Vergangenheit oft starken Kursbewegungen voraus.
Wale und ETFs sammeln ein
Ungeachtet der Kursschwäche greifen Großinvestoren zu. Große Wal-Adressen kontrollieren nun gut 74 Prozent des gesamten Angebots. Im vergangenen Halbjahr kauften diese Akteure 1,53 Milliarden Token hinzu.
Auch das institutionelle Interesse bleibt hoch. Die US-amerikanischen Spot-ETFs verzeichnen seit ihrem Start im November 2025 beständige Zuflüsse. Insgesamt flossen 1,44 Milliarden US-Dollar in die Fonds. Nach einer kurzen Schwächephase melden die Produkte diese Woche wieder tägliche Millionen-Zuflüsse.
Afrika-Expansion stützt Ökosystem
Abseits der Börsenkurse baut Ripple sein Ökosystem aus. Das Unternehmen investiert in die afrikanische Zahlungsplattform Flutterwave. Die Partnerschaft soll den hauseigenen Stablecoin RLUSD in 34 afrikanischen Märkten etablieren.
Der Markt für Stablecoins auf dem XRP-Ledger wächst rasant. Die Marktkapitalisierung stieg seit Jahresbeginn von 277 Millionen auf 907 Millionen US-Dollar. RLUSD dominiert dieses Segment mit einem Anteil von 84 Prozent.
Ripple peilt bis Ende des Jahres eine Milliarde US-Dollar an Einnahmen jenseits von XRP an. Die Expansion in Schwellenländer liefert dafür das Fundament. Hält die Unterstützung bei 1,17 US-Dollar, könnte der bereinigte Terminmarkt den Weg für eine Erholung freimachen.
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