XRP: Upgrade 3.3.0 mit 82,86 Prozent
XRP-Validatoren unterstützen Version 3.3.0, während neue Ledger-Funktionen, US-Regulierung und institutionelle Zuflüsse bevorstehen.

- Validatoren unterstützen Upgrade mit 82,86 Prozent
- Zwei Ledger-Amendments bleiben unter 80 Prozent
- XRP-Zahlungsvolumen steigt um 521,1 Prozent
- Spot-XRP-ETFs erhalten 110,49 Millionen US-Dollar
Für XRP bahnt sich ein dichter Terminplan an. Die Validatoren des XRP Ledger haben dem geplanten Upgrade auf Version 3.3.0 mit 82,86 Prozent Zustimmung den Weg geebnet. Damit könnte die Aktivierung bereits am 11. September erfolgen, sofern die zweiwöchige Zustimmungsphase ohne Zwischenfälle verläuft.
Für Anleger ist das mehr als technisches Kleingedrucktes: Der Zeitpunkt fällt mitten in eine Phase, in der sich regulatorische und protokollseitige Entwicklungen bündeln.
Zwei weitere Amendments hängen noch in der Warteschleife
Parallel zum 3.3.0-Upgrade ringen zwei weitere Vorschläge um die nötige Mehrheit unter den Validatoren. Die Amendments SingleAssetVault (XLS-65) und LendingProtocol (XLS-66) kamen zuletzt auf 37 beziehungsweise 34 Prozent Unterstützung – beide liegen damit noch deutlich unter der für eine Aktivierung erforderlichen Schwelle von 80 Prozent.
Beide Vorschläge zielen auf neue Finanzfunktionen innerhalb des Ledgers ab und könnten bei ausreichender Unterstützung die Einsatzmöglichkeiten des Netzwerks erweitern, etwa im Bereich strukturierter Kreditvergabe.
Dass sich das Netzwerk technisch weiterentwickelt, fällt in eine Phase gestiegener Nutzung. Am 26. August war das Zahlungsvolumen auf dem XRP Ledger um 521,1 Prozent auf rund 488,4 Millionen XRP gesprungen, während die Zahl der Transaktionen zugleich um 10,5 Prozent zurückging. Das deutet auf deutlich größere Einzeltransaktionen hin – ein Muster, das eher institutionelle als spekulative Aktivität nahelegt.
Regulatorischer Fahrplan verdichtet sich
Noch bedeutsamer für die mittelfristige Einordnung von XRP dürfte der 15. September werden. Für diesen Tag ist im US-Senat eine Cloture-Abstimmung zum CLARITY Act angesetzt, für die 60 Stimmen nötig sind. Ein positives Ergebnis würde das regulatorische Umfeld für Kryptowährungen in den USA klarer fassen – ein Thema, das die Branche seit Jahren beschäftigt.
Nur zwei Wochen später, am 30. September, stimmen die Aktionäre von Armada Acquisition Corp. II über den Zusammenschluss mit dem Ripple-nahen Unternehmen Evernorth Holdings ab. Die US-Börsenaufsicht SEC hatte das entsprechende Formular S-4 bereits am 27. August für wirksam erklärt.
Bei einer Zustimmung soll die fusionierte Gesellschaft unter dem Kürzel XRPN an der Nasdaq notieren, mit einem geplanten Bestand von rund 473 Millionen XRP als öffentliches Treasury-Vehikel. Beteiligt an der Finanzierung von mehr als einer Milliarde US-Dollar sind Ripple selbst sowie SBI Group, Pantera Capital, Kraken und GSR.
Institutionelles Interesse bleibt hoch
Untermauert wird das Bild wachsenden institutionellen Interesses durch die Fondsseite. In der Woche bis zum 28. August flossen US-amerikanischen Spot-XRP-ETFs 110,49 Millionen US-Dollar zu – der stärkste Wochenzufluss des laufenden Jahres. Fünf große Anbieter hielten zum Halbjahresende XRP im Wert von 1,69 Milliarden US-Dollar zu Anschaffungskosten, bei kumulierten Zuflüssen von mittlerweile 1,8 Milliarden US-Dollar.
Der Kurs selbst notiert am Sonntag bei 1,41 US-Dollar und damit rund 20 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 1,18 US-Dollar – ein Zeichen für den seit Wochen anhaltenden Aufwärtstrend, der die zuvor entsperrten Escrow-Bestände von Ripple am vergangenen Dienstag offenbar problemlos verdaut hat.
Zum bisherigen Jahreshoch von 3,18 US-Dollar aus dem September vergangenen Jahres bleibt allerdings noch reichlich Abstand: Auf Jahressicht steht bei XRP weiterhin ein Minus von 23 Prozent zu Buche.
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