XRP: Upgrade fixCleanup3_1_3 am 27. Mai
Der XRP Ledger erhält ein kritisches Upgrade, während Liquidität schwindet und regulatorische Weichen gestellt werden.

- Kritisches Netzwerk-Update steht bevor
- Liquidität auf Binance stark gesunken
- Wale ziehen große XRP-Bestände ab
- US-Regulierung könnte Ripple begünstigen
Das Netzwerk steht vor einem technischen Wendepunkt. Der XRP Ledger bereitet sich auf die Aktivierung eines kritischen Updates vor. Gleichzeitig zeigt der Kurs wenig Bewegung: XRP notiert bei 1,34 USD, knapp über dem 52-Wochen-Tief von 1,22 USD. Der RSI liegt bei 59 – neutral, fast schon gelangweilt.
Doch unter der Oberfläche tut sich einiges.
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Das Update kommt – mit voller Kraft
Validator stimmten einhellig für das Amendment „fixCleanup3_1_3″. Die Aktivierung ist für den 27. Mai terminiert. Wer seine Software nicht auf Version 3.1.3 aktualisiert, fliegt aus dem Netzwerk. Das ist ungewöhnlich deutlich.
Das Update räumt auf. Abgelaufene NFT-Angebote werden automatisch gelöscht – weniger Datenmüll, mehr Effizienz. Dazu kommen Bugfixes in Permissioned Domains und eine korrigierte Buchhaltungslogik für On-Chain-Darlehen. Experten sehen darin einen Schritt, um den XRPL für Asset-Tokenisierung fit zu machen.
Liquidität versiegt – Wale ziehen ab
Parallel dazu zeigt sich ein alarmierender Trend. Der 30-Tage-Liquiditätsindex für XRP auf Binance fiel auf 0,043. So niedrig war er seit Januar 2020 nicht. Zum Vergleich: Zwischen 2022 und 2024 lag der Wert konstant über 3.
Wale reagieren. Allein zwischen dem 3. und 15. Mai zogen sie 403 Millionen XRP von Binance ab. Am 22. Mai folgten weitere 122 Millionen – Tageswert rund 170 Millionen USD. Der größte tägliche Abfluss seit Februar. Das spricht für Eigenverwahrung oder institutionelle Produkte. Niedrige Liquidität kann die Volatilität erhöhen. Die Richtung der nächsten Bewegung ist offen.
Regulatorischer Rückenwind
Die US-Regierung prüft, ob Krypto-Unternehmen leichter Zugang zu Zahlungssystemen bekommen. Eine Executive Order vom 19. Mai beauftragt die Fed mit einer 90-tägigen Überprüfung. Für Ripple könnte das bedeuten: direkter Zugang zu Fed-Master-Konten, ohne Korrespondenzbanken. Das wäre ein Gamechanger für grenzüberschreitende Zahlungen.
Der CLARITY Act kommt ebenfalls voran. Der Senatsausschuss stimmte am 14. Mai mit 15:9 für das Gesetz. Es soll die Zuständigkeiten von SEC und CFTC klären – und XRP offiziell als digitale Ware einstufen. Die US-Spot-XRP-ETFs verzeichnen seit 16 Tagen positive Zuflüsse. Das verwaltete Vermögen liegt bei 1,1 Milliarden USD. Kumulierte Nettozuflüsse seit November 2025: 1,4 Milliarden.
Technisch: Enge Spanne, großer Ausbruch?
Der Kurs steckt zwischen 1,30 und 1,50 USD fest. Die Marke von 1,30 gilt als entscheidend. Ein Bruch nach unten könnte eine Verkaufswelle auslösen. Widerstände bei 1,36 und 1,43 USD.
Die Bollinger Bänder zeigen die engste Kompression seit Mitte 2024. Historisch folgte darauf oft eine kräftige Bewegung. Das Open Interest an Futures sank zuletzt. Gleichzeitig bereitet die CME den 24/7-XRP-Futures-Handel vor. Das könnte institutionelle Liquidität bringen.
Bis dahin bleibt abzuwarten, ob das Netzwerk-Upgrade oder der regulatorische Rückenwind den Kurs aus seiner Lethargie reißen. Die Voraussetzungen sind geschaffen. Der 27. Mai wird zeigen, ob die Technik hält, was die Validatoren versprechen.
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