XRP: Version 3.2.0 Mitte Juni geplant
Trotz deutlicher Kursverluste treibt das Entwicklerteam das XRP-Ledger-Update 3.2.0 voran. Ein politisches Gesetz und starke Short-Positionen könnten für eine Trendwende sorgen.

- XRP-Kurs fällt auf 1,16 US-Dollar
- Ledger-Update 3.2.0 für Juni geplant
- Short-Seller dominieren mit 9:1-Verhältnis
- CLARITY Act im US-Senat angekommen
Der Kursverlauf spricht eine düstere Sprache, die Entwickler arbeiten im Hochbetrieb. Bei XRP klaffen Marktstimmung und technischer Fortschritt derzeit weit auseinander. Während der Token massiv an Wert verlor, steht das Netzwerk vor einem Umbau. Das anstehende Update könnte die Architektur des Ledgers grundlegend verändern.
Aktuell notiert XRP bei 1,16 US-Dollar. Auf Jahressicht steht ein sattes Minus von rund 38 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Abstand zur 200-Tage-Linie bei 1,61 US-Dollar verdeutlicht den intakten Abwärtstrend.
Neues Fundament für den Ledger
Hinter den Kulissen rückt ein wichtiges Datum näher. Für Mitte Juni peilt das Entwicklerteam das Update auf Version 3.2.0 an. Die Kernsoftware verliert ihren alten Namen und heißt künftig schlicht „xrpld“. Damit kappen die Programmierer die namentliche Verbindung zum Unternehmen Ripple.
Node-Betreiber profitieren von spürbaren Leistungssteigerungen. Der Arbeitsspeicherbedarf sinkt laut ersten Tests um bis zu 40 Prozent. Gewöhnliche Token-Halter müssen bei diesem Infrastruktur-Umbau nicht aktiv werden.
Parallel dazu diskutiert die Community ein Update für den Automated Market Maker. Ein neuer Entwurf bringt konzentrierte Liquidität in das Netzwerk. Dieses Modell dominiert bereits große Teile des DeFi-Sektors. Für die Aktivierung brauchen die Entwickler eine Zustimmung von 80 Prozent der Validatoren.
Milliardenmarkt Tokenisierung
Der XRP Ledger wächst über reine Zahlungsabwicklungen hinaus. Tokenisierte Finanzprodukte rücken in den Fokus. David Schwartz, einer der ursprünglichen Architekten, sieht hier die Zukunft. Unternehmen nutzen das Netzwerk bereits für reale Vermögenswerte. Bald sollen Geldmarktfonds und tokenisierte Aktien folgen.
Derzeit liegen Werte von über drei Milliarden US-Dollar auf der Blockchain. Ein aktuelles Pilotprojekt mit JPMorgan treibt diese Entwicklung an. Auch das institutionelle Interesse am Token selbst bleibt stabil.
Spot-ETFs sammelten seit ihrer Zulassung rund 1,43 Milliarden US-Dollar ein. Allein der Mai brachte frische Zuflüsse von knapp 132 Millionen US-Dollar. Trotz des schwachen Kurses greifen Großinvestoren also weiter zu.
Politischer Rückenwind gesucht
Ein politischer Impuls könnte die angespannte Marktlage auflösen. Der sogenannte CLARITY Act hat den zuständigen Ausschuss passiert. Das Gesetz steht nun offiziell auf dem Kalender des US-Senats. Ein Termin für die finale Abstimmung fehlt allerdings noch.
Die Positionierung der Trader birgt Zündstoff. Leerverkäufer überwiegen die Optimisten aktuell im Verhältnis neun zu eins. Die Folge: Ein überraschender politischer Durchbruch könnte diese Short-Seller auf dem falschen Fuß erwischen. Eine plötzliche Eindeckungswelle würde den Kurs dann massiv nach oben treiben.
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