Xtrackers AI ETF: 5,37 Prozent Plus in sieben Tagen

KI-ETF erholt sich dank starker Softwareumsätze, während Hardware-Aktien unter Druck bleiben. Palantir überzeugt mit deutlichem Wachstum.

Die Kernpunkte:
  • Software-Aktien treiben ETF-Erholung
  • Palantir meldet 93 Prozent Umsatzplus
  • Hardware-Sorgen belasten Nvidia und SMCI
  • SMCI-Bilanz am 11. August erwartet

Eine volatile Woche im Tech-Sektor endet mit einer deutlichen Erholung. Der Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data ETF legte auf Sicht von sieben Tagen um 5,37 Prozent zu. Dabei zeigt sich ein tiefer Graben innerhalb der Branche. Während Hardware-Anbieter unter Druck gerieten, lieferten Software-Spezialisten handfeste Wachstumsbeweise.

Palantir liefert Wachstumsbeweis

Palantir Technologies trieb die Stimmung maßgeblich an. Das US-Softwarehaus steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal 2026 auf 1,94 Milliarden Dollar. Ein Plus von 93 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders das kommerzielle US-Geschäft boomte mit einem Zuwachs von 150 Prozent. Diese Zahlen belegen, dass KI-Plattformen mittlerweile in der breiten Unternehmenswelt ankommen.

Die Reaktion der Analysten folgte prompt. Die Deutsche Bank stufte die Aktie von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch. Das neue Kursziel liegt bei 200 Dollar. Dieser Optimismus bildete das notwendige Gegengewicht zur Schwäche im Hardware-Segment, die den ETF zur Wochenmitte noch belastet hatte.

Skepsis bei Hardware-Riesen

Investoren blicken derweil kritischer auf die massiven Infrastruktur-Ausgaben. Bei Konzernen wie Nvidia und Super Micro Computer (SMCI) wächst der Druck, kurzfristige Renditen für die Milliardeninvestitionen nachzuweisen. Berichte über Umschichtungen institutioneller Investoren wie Renaissance Technologies sorgten am Freitag für Unruhe. Viele Profis positionieren sich vor den Nvidia-Zahlen Ende August neu.

Das Augenmerk liegt nun auf dem 11. August. An diesem Tag veröffentlicht Super Micro Computer seine Bilanz. Daten aus dem Optionsmarkt deuten auf heftige Kursausschläge von bis zu 12 Prozent hin. Dieser Bericht wird die kurzfristige Richtung für den Hardware-Anteil im ETF vorgeben.

Der Freitagsschlusskurs von 204,90 Euro hielt die Marke des 50-Tage-Durchschnitts von 204,07 Euro knapp. Ob der ETF seine bisherigen Rekordhochs erneut angreifen kann, entscheidet sich an der Schnittstelle von Rechenleistung und Anwendung. Die kommenden Tage zeigen, ob die Software-Stärke die Hardware-Sorgen dauerhaft überwiegt.

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