Xtrackers AI ETF: Palantir-Zahlen am 3. August
Starke Cloud-Zahlen von Amazon und Microsoft treiben den Xtrackers KI-ETF um 2,33 Prozent an. Apple meldet Rekordumsatz, doch Speicherchip-Preise belasten die Margen.

- Amazon-Aktie springt nach Cloud-Ergebnissen
- Microsoft Azure wächst stärker als erwartet
- Apple meldet Rekordumsatz, Chipkosten belasten
- KI-ETF legt um 2,33 Prozent zu
Die Cloud-Giganten schlagen zurück. Starke Quartalszahlen von Amazon und Microsoft haben dem Sektor zum Wochenabschluss neuen Schwung verliehen. Nach einer Phase der Unsicherheit stabilisiert sich die Lage für KI-Infrastruktur spürbar.
Amazon und Microsoft als Antreiber
Amazon lieferte den entscheidenden Impuls. Die Aktie sprang um über neun Prozent nach oben, nachdem der Konzern die Erwartungen beim Umsatz übertraf. Besonders das beschleunigte Wachstum in der Cloud-Sparte AWS untermauert das Narrativ der KI-Infrastruktur.
Microsoft stützte diese Dynamik bereits zuvor. Das Azure-Geschäft wuchs stärker als prognostiziert und löste eine Rallye bei Halbleiterwerten aus. Anleger werten dies als Beleg für die Nachhaltigkeit der massiven Investitionen in Rechenzentren.
Apples glanzvolle Zahlen mit Makel
Apple meldete für sein drittes Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 109,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag mit 2,02 Dollar ebenfalls über den Schätzungen. Parallel dazu rollt der Konzern seine neue „Siri AI“-Plattform aus.
Ein Wermutstropfen bleibt die Kostenentwicklung. CEO Tim Cook bezeichnete die Preissteigerungen bei Speicherchips als „100-Jahre-Flut“. Dieser extreme Anstieg belastet die Margen, was die anfängliche Begeisterung am Markt dämpfte. Dennoch blieb die Stimmung im Sektor positiv.
Stabilisierung nach Volatilität
Der Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data ETF schloss den Freitag bei 196,06 Euro. Dies entspricht einem Tagesplus von 2,33 Prozent. Seit Jahresanfang verzeichnet der Fonds damit ein deutliches Plus von rund 26 Prozent.
Am Montagabend, den 3. August 2026, rückt Palantir Technologies ins Rampenlicht. Das Unternehmen veröffentlicht nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse für das zweite Quartal. Marktbeobachter achten darauf, ob die Monetarisierung von KI-Software mit den hohen Hardware-Investitionen der Hyperscaler mithalten kann. Zudem wird sich zeigen, ob die Erholung der Halbleiterwerte angesichts anhaltender Lieferengpässe bei modernen Chips von Dauer ist.
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