Xtrackers AI ETF: SMCI-Zahlen am 11. August
Der Xtrackers AI & Big Data ETF verliert trotz starker Palantir-Zahlen 1,24 Prozent. Hardware-Skepsis bremst die Erholung.

- Palantir übertrifft Erwartungen deutlich
- Chip-Hersteller unter Druck
- GFT meldet KI-Plattform-Wachstum
- ETF trotzdem im Plus seit Jahresbeginn
Die KI-Branche erlebt derzeit eine Zerreißprobe. Während Software-Spezialisten wie Palantir mit Rekordzahlen glänzen, wächst bei Hardware-Werten die Skepsis der Investoren. Der Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data ETF spürt diese Divergenz deutlich und notiert heute mit 1,24 Prozent im Minus bei 203,15 Euro.
Palantir schlägt die Erwartungen
Palantir Technologies lieferte den Paukenschlag der Woche. Der US-Konzern steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal um 93 Prozent auf 1,94 Milliarden Dollar. Besonders das Geschäft mit US-Firmenkunden boomte mit einem Plus von fast 150 Prozent.
Die Deutsche Bank reagierte umgehend auf die starken Zahlen. Sie stufte die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch und setzte ein Kursziel von 200 Dollar fest. Dieser massive Kurssprung der Palantir-Aktie stützte den ETF zwar, konnte den breiten Ausverkauf im Hardware-Sektor aber nicht vollständig kompensieren.
Skepsis bei Hardware-Riesen
Parallel dazu kühlt die Stimmung bei den Chipherstellern ab. Viele Investoren fragen sich, wann sich die massiven Ausgaben für die KI-Infrastruktur in Gewinnen niederschlagen. Diese Sorge belastet Schwergewichte wie Nvidia und Super Micro Computer (SMCI) erheblich.
Bei SMCI wächst die Nervosität vor den Zahlen am 11. August. Marktbeobachter rechnen aufgrund von Optionsdaten mit heftigen Kursschwankungen von bis zu zwölf Prozent nach dem Bericht. Währenddessen positionieren sich große Institutionelle wie Renaissance Technologies bei Nvidia neu und passen ihre Bestände vor den dortigen Quartalszahlen Ende August an.
Wachstum bei spezialisierter Software
Ein positiver Impuls kommt derweil aus Deutschland. Der Spezialist GFT Technologies meldete für seine KI-Plattform „Wynxx“ ein Wachstum von 38 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Dies unterstreicht den Trend zu spezialisierten Agentic-AI-Lösungen in Unternehmen.
Trotz der aktuellen Volatilität bleibt der langfristige Aufwärtstrend des ETF bestehen. Seit Jahresanfang verzeichnet der Fonds ein Plus von 30,63 Prozent. Die kommenden Wochen mit den Berichten von SMCI und Nvidia werden nun zeigen, ob die Hardware-Sparte ihre hohen Bewertungen rechtfertigen kann.
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