Yahoo gibt sich einen neuen Namen – Verizon zögert noch

Nach der gescheiterten Sanierung und dem geplanten Verkauf von E-Mail-Dienst, Websites und Apps stellt sich der Internetkonzern Yahoo in Zukunft mit dem Name Altaba neu auf. Außerdem wird die in die Kritik geratene Konzernchefin Marissa Mayer das Unternehmen verlassen und nicht länger dem Verwaltungsrat der Firma angehören.

Zu ihrer weiteren Zukunft innerhalb der Firmengruppe wurden keine genaueren Angaben gemacht. Mayer war es nicht gelungen, das von Google und Facebook abgehängte Unternehmen in den letzten Jahren wieder in die Erfolgsspur zu führen.

Neuer Name von Yahoo: Altaba

Die in Eigenständigkeit verbleibenden Teile des Internet-Pioniers sollen künftig Altaba heißen und unter einer Investmentholding seine Beteiligungen bündeln. Diese neue Holding wird vor allem aus den Beteiligungen an der chinesischen Onlineplattform Alibaba und Yahoo Japan bestehen.

Doch auch der geplante Verkauf von Yahoos-Kerngeschäft (Online-Werbung, Suchmaschine sowie Mail- und Messenger-Dienste) für 4,8 Mrd. Dollar an Verizon könnte laut Aussage des Unternehmens nicht zustande kommen.

Verizon-Verkauf hängt in der Schwebe

Der US-Mobilfunk-Riese hatte im Juli 2016 vereinbart, diese Teile zu erwerben und die Übernahme Anfang 2017 abzuschließen. Doch nach Bekanntwerden zweier beispielloser Hackerangriffe, bei denen 2013 und 2014 persönliche Daten von mehr als einer Milliarde Yahoo-Nutzern gestohlen wurden, geriet der Deal ins Stocken. Experten gehen zwar nicht davon aus, dass Verizon die Transaktion abbläst, es ist allerdings zu erwarten, dass der Konzern nun einen spürbaren Preisnachlass durchsetzen will.

Bereits im Jahr 2015 hatte Verizon den ebenfalls tief gefallenen Internet-Pionier AOL für 4,4 Mrd. Dollar geschluckt. Nun will das Unternehmen die Yahoo-Dienste mit AOL fusionieren, weil das Internetgeschäft immer wichtiger wird und zunehmend mit den ursprünglichen Telekom-Dienstleistungen verschwimmt. Die Marke Yahoo soll rund 22 Jahre nach Firmengründung auch in Zukunft weiterhin erhalten bleiben.

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