Yingli Green mit Verlust

Der chinesische Photovoltaik-Hersteller Yingli Green Energy verzeichnete im dritten Quartal 2016 einen rückläufigen Umsatz und einen Nettoverlust.

yingli-solarDer Umsatz liegt bei 1,46 Mrd. Yuan (umgerechnet rund 219 Mio. Dollar) und damit mehr als 50 Mio. Dollar unter dem Ergebnis des letzten Quartals. Denn hier konnte noch ein Umsatz von mehr als 2,5 Mrd. Yuan in den Büchern verzeichnet werden. Auch die Ergebnisse des Vorjahres wurde im Berichtszeitraum bei Weitem nicht erreicht.

Bruttomarge stark gesunken

Die Bruttomarge ist von 18,2 auf 5,5 % im Vergleichszeitraum sehr stark gesunken. Gegenüber dem zweiten Quartal auf umgerechnet 12 Mio. Dollar. Den Nettoverlust für das gesamte dritte Quartal bezifferte Yingli Green mit 50,3 Mio. US-Dollar. Dies gegenüber einem Vorjahresquartal, in dem der Konzern bereits einen Verlust von fast 500 Mio. US-Dollar verzeichnet hatte. Die Menge der ausgelieferten Solarmodule ist im Vergleich zur Vorquartal von 662 auf 365,3 Megawatt gesunken.

“Angesichts der abgeschwächten Nachfrage in China nach der Anpassung der Einspeise-Tarife und den Überkapazitäten für PV-Module im Markt hat das Unternehmen versucht, im dritten Quartal einen Mittelweg zwischen dem Erhalt eines gesunden, operativen Cashflows und Liefervolumens zu finden“, erklärte Liansheng Miao als Gründer und Chief Executive Officer von Yingli Green Energy.

Geschäft in Japan stabil

Im Berichtszeitraum seien 56,4 % der ausgelieferten Solarmodule für den chinesischen Photovoltaik-Markt bestimmt gewesen. Das Geschäft in Japan sei stabil mit einem Anteil von 30,2 % und wird  wohl auch zukünftig der wichtigste internationale Markt für den chinesischen Hersteller bleiben, so Miao weiter.

Da die Produktionsanlagen des Unternehmens im dritten Quartal weniger ausgelastet waren, ergab sich ein höherer Herstellungspreis pro Einheit. Hinzu kamen noch eine Wertberichtigung auf Vorräte und der niedrigere Modul-Verkaufspreis.

Marketing-Strategie angepasst

Angesichts der fallenden Nachfrage und der sinkenden Preise hat Yingli seine Marketing-Strategie in China angepasst. Es werden nun bevorzugt Aufträge mit höheren Bezahlungen angenommen und der Hersteller beteiligen sich aktiv am Top-Runner-Programm der Regierung  (ein Gesetz zur Steigerung der Energie-Effizienz) und anderen Projekten im Heimatland, bei denen sich durch den Einsatz mit hocheffizienter Module höhere Margen erzielen lassen.

Für das vierte Quartal erwartet der Gründer und Chef einen Absatz von 600 bis 670 Megawatt und für das laufende Geschäftsjahr werde die Prognose damit auf einen Absatz zwischen 2,1 und 2,2 Gigawatt angepasst.

 

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