Zalaris ASA Aktie: 90-Prozent-Schwelle für Squeeze-out
Kona BidCo erhöht Zalaris-Anteil auf 87,35 Prozent und strebt die 90-Prozent-Marke für eine Zwangsabfindung an. Der Delisting-Antrag ist bereits gestellt.

- Kursplus von 9,4 Prozent
- Kona BidCo kauft fünften Tag zu
- Anteil liegt bei 87,35 Prozent
- Delisting-Antrag bereits eingereicht
Der Kurs der Zalaris-Aktie ist am heutigen Freitag deutlich gestiegen, während der Mehrheitsaktionär Kona BidCo AS seine Anteile systematisch ausbaut.
Mit einem Plus von 9,4 % reagierten die Papiere auf weitere Zukäufe am offenen Markt, durch die der Investor die Schwelle für eine Zwangsabfindung der verbliebenen Minderheitsaktionäre anstrebt. Das Papier notiert aktuell bei 110,00 NOK, nachdem es den Handel am gestrigen Donnerstag noch mit 100,50 NOK beendet hatte.
Kontinuierliche Marktkäufe treiben den Kurs
Kona BidCo verfolgt derzeit eine aggressive Strategie zur Konsolidierung seiner Anteile. Wie aus Mitteilungen der Oslo Børs hervorgeht, markierte der heutige Tag den fünften Handelstag in Folge, an dem das Unternehmen Aktienpakete über die Börse erwarb. Am gestrigen Donnerstag sicherte sich der Investor beispielsweise 559 Anteile zu einem Preis von 100,00 NOK pro Stück.
Durch diese stetigen Transaktionen hat Kona BidCo seine Beteiligung auf insgesamt 19.335.579 Aktien gesteigert. Dies entspricht einem Anteil von 87,35 % des ausgegebenen Kapitals. Berücksichtigt man die von Zalaris selbst gehaltenen eigenen Aktien, beläuft sich die Stimmrechtsbeteiligung von Kona BidCo bereits auf 88,57 %.
Ziel dieser Käufe ist das Erreichen der 90-Prozent-Marke. Nach norwegischem Recht ist diese Schwelle die Voraussetzung, um einen Squeeze-out einzuleiten und die vollständige Übernahme abzuschließen.
Delisting-Antrag und strategischer Übergang
Parallel zu den Aktienkäufen bereitet das Unternehmen den Rückzug vom öffentlichen Kapitalmarkt vor. Am Montag stellte Zalaris offiziell den Antrag auf Delisting der Aktien von der Euronext Oslo Børs.
Dieser Schritt folgt auf den Abschluss des obligatorischen Übernahmeangebots durch Kona BidCo. Bereits am 11. August hatten die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung den Weg für die strategische Neuausrichtung nach der Übernahme freigemacht.
Medienberichten zufolge ist der Zeitplan für das Ende der Börsennotierung eng mit dem Fortschritt der Anteilsaufstockung verknüpft. Solange der Prozess läuft, bleibt die Transparenz durch die Pflichtmitteilungen für Primärinsider gewahrt, die jeden Zukauf des Großaktionärs unmittelbar dokumentieren.
Quartalsergebnis durch Sondereffekte belastet
Die operative Entwicklung des Unternehmens wurde zuletzt durch den laufenden Übernahmeprozess überschattet. In den am 14. August veröffentlichten Ergebnissen für das zweite Quartal 2026 wies Zalaris einen Gesamtumsatz von 344,2 Millionen NOK aus. Dies entspricht einem Rückgang von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wobei das Unternehmen auf währungsbereinigter Basis ein leichtes Plus von 0,5 % verzeichnete.
Während das bereinigte EBIT mit 37,6 Millionen NOK eine Marge von 10,9 % erreichte, rutschte das berichtete operative Ergebnis (EBIT) mit 14,6 Millionen NOK in den negativen Bereich. Zalaris begründete diese Entwicklung mit erheblichen Aufwendungen für Beratungsleistungen und aktienbasierte Vergütungen, die im direkten Zusammenhang mit der Transaktion durch Kona BidCo standen.
Die Veröffentlichung des nächsten Zwischenberichts für das dritte Quartal ist für den 23. Oktober geplant, sofern das Delisting-Verfahren bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist.
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