Zinzino Aktie: Technische Schwäche

Trotz eines Umsatzsprungs von 51 % auf über 3,3 Mrd. SEK verliert die Zinzino-Aktie charttechnisch an Boden. Der Bruch der 50-Tage-Linie und die schwache Tochter Faun Pharma belasten die Stimmung.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz 2025 um 51 % auf Rekordniveau gestiegen
  • Kurs bricht wichtige 50-Tage-Durchschnittslinie
  • Tochter Faun Pharma mit Umsatzeinbruch von 51 %
  • Asien-Pazifik-Region als starker Wachstumstreiber

Zinzino zeigt starke Umsatzsprünge, steht charttechnisch aber unter Druck. Der Kurs hat eine wichtige Unterstützung und einen zentralen gleitenden Durchschnitt nach unten durchbrochen – trotz Rekorderlösen im Jahr 2025. Im Mittelpunkt steht ein deutlicher Kontrast zwischen boomendem Direktvertrieb und einer schwächelnden Tochtergesellschaft.

Technische Lage eingetrübt

Die Aktie schloss am Freitag bei 152,20 SEK, ein Minus von rund 0,9 % gegenüber dem Vortag. Entscheidend ist weniger der Tagesverlust als die charttechnische Folge: Der Kurs liegt nun unter der 50-Tage-Linie.

Dieser gleitende Durchschnitt verläuft im Bereich von 157–158 SEK und gilt vielen Marktteilnehmern als Indikator für den mittelfristigen Trend. Der Bruch dieser Marke signalisiert kurzfristige Schwäche und bestätigt einen Abwärtstrend, obwohl die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten insgesamt positiv gelaufen ist.

Aktuell bewegt sich der Kurs klar unter den jüngsten Hochs. Die technische Ausgangslage spricht damit vorerst für anhaltenden Verkaufsdruck.

Rekordumsatz trifft Skepsis

Fundamental präsentiert Zinzino beeindruckende Wachstumszahlen. Für das Gesamtjahr 2025 meldete das Unternehmen einen Anstieg der kumulierten Umsätze um 51 % auf 3.344,5 Mio. SEK nach 2.207,8 Mio. SEK im Jahr 2024.

Im vierten Quartal beschleunigte sich das Wachstum noch einmal deutlich:

  • Gesamtumsatz Q4: +46 % gegenüber Vorjahr
  • Asien-Pazifik: +254 % und damit wichtigster Wachstumstreiber
  • Nordamerika: +172 % auf 545,7 Mio. SEK
  • Zentraleuropa: weiterhin stark mit zweistelligen Zuwachsraten

Trotz dieser Zuwächse spiegelt der Kurs mit 152,20 SEK eher Zurückhaltung wider. Das deutet darauf hin, dass der Markt Risiken einpreist – etwa Zweifel an der Nachhaltigkeit des sehr hohen Wachstumstempos oder eine nüchterne Reaktion im Sinne von „sell the news“, also Gewinnmitnahmen nach starken Zahlen.

Faun Pharma belastet

Ein genauer Blick in die Berichte zeigt eine klare Schwachstelle: die Tochter Faun Pharma. Während das Kerngeschäft im Direktvertrieb stark wächst, entwickelt sich diese Einheit deutlich schlechter.

Die externen Umsätze von Faun Pharma brachen im Gesamtjahr 2025 um 51 % ein. Im Dezember verschärfte sich die Entwicklung nochmals, die Erlöse lagen hier rund halb so hoch wie im Vorjahresmonat.

Damit entsteht ein zweigeteiltes Bild:

  • Sehr dynamischer globaler Direktvertrieb
  • Rückläufiges Geschäft der Produktions-Tochter Faun Pharma

Solche Diskrepanzen innerhalb eines Konzerns werden an der Börse häufig negativ bewertet. Die schwache Entwicklung von Faun Pharma dürfte ein wesentlicher Faktor für den aktuellen Druck auf die Aktie sein.

Kurzfristiger Ausblick

Kurzfristig richtet sich der Blick auf die Zone um 150–152 SEK. Hält dieser Bereich, könnte sich der Kurs hier vorerst stabilisieren. Ein klarer Rutsch unter 150 SEK würde dagegen weiteres technisches Verkaufsinteresse begünstigen und den Fokus auf die 100-Tage-Linie als nächstes mögliches Ziel lenken.

Auf der Oberseite wäre ein Rücklauf über die 50-Tage-Linie bei über 158 SEK nötig, um das derzeitige bärische Signal zu neutralisieren. Bis dahin zeigt der Bruch wichtiger Durchschnittslinien trotz 51 % Umsatzwachstum, dass der Markt zusätzliche Klarheit zu Margenentwicklung und zur Strategie für Faun Pharma einfordert, bevor die Zuversicht vollständig zurückkehrt.

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