Zoetis Aktie: Robbins LLP reicht Sammelklage ein
Zoetis-Aktie bricht nach schwachen Quartalszahlen und mehreren Sammelklagen ein. Analysten senken die Prognosen, während Insider auf eine Erholung setzen.

- Abstufung durch Argus Research
- Kursverlust von über 30 Prozent
- Sammelklagen gegen das Management
- Insider kaufen Aktien im Wert von 886.000 Dollar
Der Tiergesundheits-Spezialist Zoetis gerät zunehmend unter Druck. Nach enttäuschenden Quartalszahlen und einer Abstufung durch Argus Research belasten nun auch juristische Auseinandersetzungen das Papier. Während der Aktienkurs massiv nachgibt, nutzen Insider das niedrige Niveau für Zukäufe.
Analysten kappen ihre Prognosen
Argus Research stufte die Aktie am Mittwoch von „Buy“ auf „Hold“ herab. Die Experten begründen diesen Schritt mit einem verschärften Wettbewerbsumfeld und Herausforderungen bei den Margen. Parallel dazu senkte das Analysehaus Stifel das Kursziel auf 95 US-Dollar.
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Der Markt reagierte empfindlich auf die jüngsten Entwicklungen. Innerhalb von 30 Tagen verlor das Papier rund 31 Prozent an Wert. Gestern schloss die Aktie bei 68,56 Euro.
Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf über 36 Prozent. Das Papier notiert damit nur noch knapp über dem Jahrestief.
Schwache Zahlen und juristisches Nachspiel
Auslöser der Vertrauenskrise waren die Ergebnisse des ersten Quartals. Zoetis verfehlte mit einem Umsatz von 2,26 Milliarden US-Dollar die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn je Aktie blieb mit 1,53 US-Dollar ebenfalls hinter den Prognosen zurück.
Erschwerend kommen mehrere Sammelklagen in den USA hinzu. Kanzleien wie Robbins LLP werfen dem Management vor, irreführende Angaben zum Produktportfolio gemacht zu haben. Im Zentrum der Vorwürfe stehen die Marktentwicklung des Schmerzmittels Librela sowie Marktanteile von Simparica Trio und Apoquel.
Insider setzen auf Erholung
Trotz der negativen Nachrichtenlage gibt es Anzeichen für eine Bodenbildung. Insider kauften in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von rund 886.000 US-Dollar. Indes hat der bekannte Investor Michael Burry seine Beteiligung an dem Unternehmen zuletzt weiter ausgebaut.
An der Ausschüttungspolitik hält der Konzern vorerst fest. Die nächste Quartalsdividende von 0,53 US-Dollar je Aktie ist für September 2026 geplant. Für die laufenden Sammelklagen endet die Frist zur Benennung eines Hauptklägers Ende Juli.
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