Zscaler Aktie: Barclays hebt Ziel auf 192 Dollar

Trotz 4,4 Prozent Kursminus erhöht Barclays das Zscaler-Kursziel auf 192 Dollar. Institutionelle Anleger stocken ihre Anteile auf.

Die Kernpunkte:
  • Barclays erhöht Kursziel auf 192 Dollar
  • Institutionelle Anleger kaufen kräftig zu
  • Starke Quartalszahlen übertreffen Analystenerwartungen
  • Wettbewerbsdruck durch neue KI-Sicherheitsfirmen

Die Aktie des Cloud-Sicherheitsunternehmens Zscaler geriet gestern unter Verkaufsdruck und verzeichnete einen Rückgang von 4,4 Prozent. Das Papier beendete den Handelstag bei 144,34 Euro. Trotz dieser kurzfristigen Schwäche signalisieren Analysten Optimismus für den weiteren Jahresverlauf. Barclays-Analyst Saket Kalia bestätigte seine Kaufempfehlung und passte seine Erwartungen an die künftige Kursentwicklung nach oben an.

Kursziel-Anpassung und institutioneller Zuspruch

Barclays hob das Kursziel für Zscaler am gestrigen Dienstag von zuvor 170 auf nun 192 US-Dollar an. Die Bank behält ihre Übergewichten-Einstufung bei und sieht damit ein deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau.

Während der Markt insgesamt volatil auf neue Entwicklungen im Sektor der Cybersicherheit reagiert, trauen die Analysten dem Unternehmen eine stabile Entwicklung zu. Der breite Konsens am Markt bleibt mit einer „Strong Buy“-Empfehlung ebenfalls positiv gestimmt.

Ein Gegengewicht zu den jüngsten Kursverlusten bilden verstärkte Zukäufe großer Investmenthäuser. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres haben mehrere institutionelle Anleger ihre Positionen bei Zscaler ausgebaut. So erwarb die Korea Investment CORP rund 40.574 Aktien im Wert von etwa 5,73 Millionen US-Dollar.

Auch Northwestern Mutual Wealth Management investierte massiv und kaufte 24.432 Anteile für rund 3,45 Millionen US-Dollar. Diese Engagements unterstreichen das Vertrauen professioneller Investoren in die langfristige Strategie des Sicherheitsanbieters, auch wenn Insider im selben Zeitraum über 16.000 Aktien verkauften.

Herausforderungen durch Wettbewerb und Marktstimmung

Zscaler sieht sich derzeit einem intensiven Konkurrenzkampf gegenüber. Neben etablierten Branchengrößen wie CrowdStrike und Palo Alto Networks drängen zunehmend neue Akteure auf den Markt, die durch den aktuellen Boom bei künstlicher Intelligenz getrieben werden.

Berichten zufolge belasten die Börsengänge neuer KI-Sicherheitsfirmen die Bewertung etablierter Cloud-Unternehmen. Zudem gab es personelle Veränderungen im Umfeld: Der ehemalige Vertriebschef von Zscaler, Dali Rajic, wechselte vor kurzem als Chief Revenue Officer zu OpenAI, was den Fokus der Branche zusätzlich auf die Schnittstelle zwischen Sicherheit und KI lenkt.

Technisch betrachtet notiert die Aktie derzeit 8,5 Prozent über ihrem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursrückgang jedoch auf rund 26 Prozent. Anleger beobachten genau, ob das Unternehmen den Druck durch neue Konkurrenten abfedern kann.

Bereits vor rund einem Monat sorgte eine Partnerschaft mit Schwarz Digits für positive Impulse, die den Kurs stützen konnte. Auch die Einstufung als Marktführer durch das Analysehaus Gartner vor gut drei Wochen untermauerte die operative Relevanz des Unternehmens.

Quartalsbilanz als Fundament

Die operativen Zahlen liefern bislang eine solide Basis für die bullischen Analysteneinschätzungen. In seinem dritten Geschäftsquartal, dessen Ergebnisse am 26. Mai veröffentlicht wurden, übertraf Zscaler die Erwartungen.

Das Unternehmen meldete einen Gewinn pro Aktie von 1,08 US-Dollar, während Analysten im Schnitt mit 1,01 US-Dollar gerechnet hatten. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,4 Prozent auf 850,48 Millionen US-Dollar.

Trotz der guten Bilanz bleibt die Bewertung an der Börse volatil. Während institutionelle Käufer die Kursrücksetzer zum Einstieg nutzen, mahnen vereinzelte Insiderverkäufe zur Vorsicht.

So veräußerte Finanzvorstand Kevin Rubin am 27. Juli ein kleineres Aktienpaket zu einem Kurs von rund 147 US-Dollar. Für Anleger bleibt entscheidend, ob Zscaler das hohe Wachstumstempo der letzten Quartale beibehalten kann, um die von Barclays prognostizierten Kursmarken nachhaltig zu erreichen.

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