Zurich Insurance Aktie: Schließt Allianz mit Santalucía
Eine zehnjährige Allianz mit Santalucía wartet auf Genehmigungen; in Polen hat Zurich den Firmenversicherungsbetrieb aufgenommen.

- Santalucía soll Zurich-Autoversicherungen vertreiben
- Zurich nimmt Partnerprodukte ins Angebot auf
- Firmenversicherungsgeschäft in Polen gestartet
- Betriebsgewinn 2025 um zwölf Prozent gestiegen
Zurich Insurance treibt den Ausbau des europäischen Geschäfts voran. Der Schweizer Versicherungskonzern schloss gestern eine auf zehn Jahre angelegte Mitversicherungspartnerschaft mit dem spanischen Anbieter Santalucía ab.
Die Kooperation steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und sieht eine wechselseitige Ergänzung der Produktpaletten vor: Santalucía soll künftig Zurich-Autoversicherungen über alle Vertriebskanäle unter eigener Marke vertreiben, während Zurich im Gegenzug Sterbegeld- und Tierversicherungen des Partners in das eigene Angebot aufnimmt. Der operative Vertrieb soll nach Abschluss der technischen Vorbereitungen im Jahr 2027 starten.
Im heutigen Handel gibt die Aktie von Zurich Insurance um 1,5 Prozent auf 650,00 Euro nach. Vom 52-Wochen-Hoch bei 679,40 Euro trennen den Titel damit 4,3 Prozent.
Wachstum im Firmenkundensegment
Parallel zur Vertriebsallianz in Südeuropa verstärkt der Konzern seine Präsenz im östlichen Teil des Kontinents. Gestern startete Zurich offiziell das Geschäft mit Firmenversicherungen in Polen. Die dortige Einheit wird als Zweigstelle von Zurich Austria geführt und ist operativ bereits seit April mit mehr als 20 Fachkräften aktiv. Das Angebot umfasst Direkt-, Mit- sowie Rückversicherungen für Unternehmenskunden.
Im vergangenen Geschäftsjahr 2025 erzielte Zurich im weltweiten Firmenversicherungsbereich einen Betriebsgewinn von 3,8 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Im globalen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft wies der Konzern 2025 Bruttoprämien von 50,4 Milliarden US-Dollar bei einer Schaden-Kosten-Quote von 92,6 Prozent aus.
Analyst Ben Cohen bestätigte das Anlageurteil „Outperform“ mit einem Kursziel von 650 Franken. In seinem Bewertungsmodell berücksichtigte er den Ergebnisbeitrag des Spezialversicherers Beazley, dessen Übernahme vor rund zwei Wochen abgeschlossen wurde.
Als wesentliche Einflussfaktoren auf das Zahlenwerk bezeichnete Cohen neben der Beazley-Integration die Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken sowie das Preisniveau in der nordamerikanischen Schaden- und Unfallversicherung.
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