Zurich Insurance Aktie: Terryn steuert Beazley-Integration

Zurich plant zusätzliche Jahresumsätze von über einer Milliarde US-Dollar und mindestens 150 Millionen US-Dollar jährliche Einsparungen.

Die Kernpunkte:
  • Beazley-Kauf für 8,1 Milliarden Pfund abgeschlossen
  • Zusatzumsatz von über einer Milliarde Dollar angestrebt
  • Mindestens 150 Millionen Dollar jährliche Einsparungen geplant
  • Kristof Terryns Ernennung wartet auf Genehmigungen

Nach dem Vollzug des milliardenschweren Zukaufs von Beazley plc rückt bei der Zurich Insurance Group die operative Zusammenführung in den Mittelpunkt. Der Schweizer Versicherungskonzern hatte die Akquisition des britischen Spezialversicherers für 8,1 Milliarden Pfund am Freitag vergangener Woche abgeschlossen.

Mit der Eingliederung in die Sparte Zurich Global Specialty verfolgt das Management ambitionierte Ertrags- und Effizienzziele, während Ratingagenturen dem vergrößerten Konzern eine unverändert solide Bonität attestieren.

Ambitionierte Finanzziele bis 2029

Zurich verbindet mit der Transaktion konkrete finanzielle Vorgaben für die kommenden Jahre. Bis zum Jahr 2029 strebt der Konzern durch die Integration zusätzliche jährliche Umsätze von mehr als 1 Milliarde US-Dollar an. Parallel dazu sind jährliche Kosteneinsparungen von mindestens 150 Millionen US-Dollar avisiert.

Darüber hinaus rechnet die Konzernführung mit einer einmaligen Kapitalfreisetzung von mindestens 1 Milliarde US-Dollar, die innerhalb der ersten beiden Jahre nach Abschluss realisiert werden soll. An den Finanzmärkten schloss die Aktie am Donnerstag bei 618,00 Euro, womit der Börsenwert des Konzerns bei umgerechnet 92,53 Milliarden Euro liegt.

Ratingagenturen stützen den Kurs

Die Finanzierungsstruktur des Zukaufs findet bei den führenden Bonitätsprüfern Rückhalt. Am Dienstag bestätigte Moody’s Ratings das Finanzstärkerating der Zurich Insurance Company mit „Aa2“ sowie die bestehenden Ratings für Anleihen der Gruppe. Der Ausblick für die Bonitätsnoten bleibt weiterhin stabil.

Flankierend dazu honorierte Fitch Ratings die neue Konzernstruktur bei der erworbenen Tochtergesellschaft: Die Agentur hob das Finanzstärkerating der Beazley Insurance DAC von „A+“ auf „AA“ an.

Die langfristigen Emittentenausfallratings von Beazley plc sowie der irischen Tochtergesellschaft wurden zeitgleich von „A“ auf „AA-“ heraufgestuft. Fitch begründete diesen Schritt ausdrücklich mit der strategischen Bedeutung, die Beazley fortan für den Gesamtkonzern Zurich einnimmt.

Führungswechsel im Spezialversicherungsgeschäft

Parallel zum Vollzug der Übernahme stellte der Versicherer die Weichen an der Führungsspitze neu. Kristof Terryn wurde zum CEO von Beazley sowie von Zurich Global Specialty ernannt, wobei dieser Schritt noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen steht.

Der bisherige Beazley-CEO Adrian Cox hat das Unternehmen im Zuge des Eigentümerwechsels verlassen. Terryn soll nun die Integration steuern, um das angestrebte Wachstum im weltweiten Spezialversicherungsmarkt zu realisieren.

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