Apple kauft bei Broadcom ein: Wer ist hier besonders investierbar?

Am Dienstag gab Apple eine neue milliardenschwere Vereinbarung mit Broadcom bekannt, um 5G-Funkkomponenten zu liefern, die speziell in den USA hergestellt werden. Apple-CEO Tim Cook betonte die Bedeutung dieser Partnerschaft für die Zukunft von Apple und seiner Kunden. „Wir sind begeistert, mit Broadcom zusammenzuarbeiten, um unsere 5G-Technologie weiter zu verbessern und unseren Kunden eine noch schnellere und zuverlässigere Verbindung zu bieten“, sagte Cook in einer Pressemitteilung.

Broadcom ist ein führender Anbieter von Halbleitertechnologien für drahtlose Kommunikationstechnologien wie Wi-Fi-, Bluetooth- und GPS-Chipsätze sowie Ethernet-Switches. Mit der neuen Vereinbarung wird das Unternehmen nun auch Komponenten für den kommenden iPhone-Launch liefern.

Apple hat bereits begonnen, seine eigenen Chipsätze herzustellen – einschließlich des A13 Bionic-Prozessors im iPhone 11 -, aber es verlässt sich immer noch auf Drittanbieterkomponenten wie Broadcoms Funkchipsatztechnologie.

Mit seinem Fokus auf die Herstellung von hochwertigen Produkten könnte diese neue Partnerschaft dazu beitragen, dass Apple auch zukünftig an der Spitze des Smartphone-Marktes bleibt. Die Komponenten von Broadcom umfassen FBAR-Filter und andere drahtlose Konnektivitätskomponenten, die sich von den 5G-Modems von Qualcomm unterscheiden.

Der Deal ist Teil von Apples Verpflichtung, ab 2021 430 Milliarden Dollar in die US-Wirtschaft zu investieren. Die Vereinbarung ermöglicht es Apple auch, in kritische Automatisierungsprojekte und die Weiterbildung von Ingenieuren und Technikern zu investieren. Apple unterstützt bereits über 1.100 Arbeitsplätze in Broadcoms Produktionsstätte für FBAR-Filter in Fort Collins, Colorado.

Während die Aktie von Apple gestern Abgaben verzeichnete, was allerdings eher im allgemeinen Trend von Gewinnmitnahmen lag, konnte Broadcom ein neues Allzeithoch markieren. Auch wenn hier kurzfristig ebenfalls Gewinnmitnahmen drohen, so ist die Aktie selbst mit einem KGV von geschätzt knapp 17 für dieses Jahr im Gegensatz zu den anderen Tech-Riesen noch recht preiswert.