Morning Briefing: Mit Bilfinger, SAP, Jost Werke, Talanx, Synlab, Nikola, Tesla und Softbank

BILFINGER: Der Baukonzern hat im zweiten Quartal des Jahres seine Umsatz- und Margenwerte gesteigert und seine Prognose für das restliche Jahr bestätigt. Laut dem Industriedienstleiter gibt es trotz gemischter Stimmungslage in der Industrie eine positive Marktentwicklung. Der Vorstandsvorsitzende Thomas Schulz betonte, dass die Nachfrage nach Lösungen in den Kernindustrien stabil auf einem hohen Niveau bleibt und in einigen Bereichen sogar weiter zunimmt.

SAP: Heute startet der Softwarekonzern mit einem Gesamtvolumen von bis zu 5 Milliarden Euro die erste Tranche seines angekündigten Aktienrückkaufprogramms. Bis spätestens zum 19. Februar 2024 wird der DAX-Konzern bis zu 1,25 Milliarden Euro für den Rückkauf eigener Aktien über die Börse ausgeben. SAP teilte mit, dass dies bis zu 9.984.025 Aktien und rund 0,81 % des Grundkapitals entspricht, basierend auf dem Schlusskurs im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse vom 11. August 2023 von 125,20 Euro. Das Ziel des Aktienrückkaufs ist ein Teil des Erlöses aus dem bevorstehenden Verkauf der US-Tochter Qualtrics an die Aktionäre weiterzureichen. SAP plant, die Rückkäufe bis Ende 2025 vollständig umzusetzen.

JOST WERKE: Im zweiten Quartal konnte der Zulieferer für Nutzfahrzeuge von einer hohen Nachfrage profitieren, wodurch die Profitabilität des Unternehmens weiter verbessert wurde. Der weltweite Konzernumsatz von Jost stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 % auf 330,4 Millionen Euro an. Das Konzern-EBIT erhöhte sich um 16,3 % auf 37,3 Millionen Euro und die bereinigte EBIT-Marge stieg um 1,3 Prozentpunkte auf 11,3 % an. Das Ergebnis nach Steuern wuchs um 28,6 % auf 20,9 Millionen Euro und das Ergebnis je Aktie betrug 1,40 Euro im Vergleich zu 1,09 Euro im Vorjahr.

TALANX: Im zweiten Quartal konnte der Versicherungskonzern seinen Gewinn deutlich steigern. Das Unternehmen, das im MDAX gelistet ist, ist optimistisch, dass es sein Gewinnziel von 1,4 Milliarden Euro für das Jahr 2023 und den angestrebten Versicherungsumsatz von etwa 42 Milliarden Euro übertreffen wird. Wie bereits im ersten Quartal angekündigt, soll die Eigenkapitalrendite deutlich über 10 % liegen, im zweiten Quartal betrug sie 17,4 Im ersten Halbjahr wurde ein Rekordgewinn von 827 Millionen Euro erzielt, was einem Anstieg um 20,6 % entspricht. Im zweiten Quartal stieg der Konzerngewinn um 11,1 % auf 404 Millionen Euro gegenüber 363 Millionen Euro im Vorjahr.

SYNLAB: Mars Inc. hat den Geschäftsbereich Veterinärdiagnostik von Synlab erworben. Der Anbieter von klinischen Labor- und medizinischen Diagnostikdienstleistungen machte zum Kaufpreis keine Angaben. CEO Mathieu Floreani bestätigte jedoch, dass der Bereich im Jahr 2022 weniger als 1 % des Gesamtumsatzes des Konzerns ausmachte und der Verkauf Teil der Strategie zur Konzentration auf das Kerngeschäft ist.

Amerika

NIKOLA: Der US-Elektro-Lkw-Hersteller ruft 209 seiner Klasse 8 Tre batterieelektrischen Fahrzeuge zurück. Grund dafür ist ein Kühlmittelleck in einem Batteriesatz, welches ein Lkw-Brand in der Unternehmenszentrale in Phoenix, Arizona am 23. Juni 2023 auslöste, wie das Unternehmen in einer Erklärung mitteilte. Ein unabhängiger Prüfer hat dies als wahrscheinliche Ursache festgestellt. Nikola befindet sich derzeit in einem freiwilligen Rückrufprozess bei der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA). Der Verkauf wurde vorübergehend gestoppt, bis eine Lösung gefunden wurde.

TESLA: Der E-Auto-Pionier setzt im bereits laufenden Preiskampf auf dem wichtigen Elektroautomarkt in China ein weiteres Zeichen und senkt die Preise für die Langstrecken- und Performance-Versionen des Model Y. Ab dem 14. August werden die Preise um jeweils knapp 2000 Dollar (14.000 Yuan) gesenkt. Der Einstiegspreis für das Model Y Long Range sinkt um 4,5 % auf 299.900 Yuan und für das Model Y Performance um 3,8 % auf 349.900 Yuan. Darüber hinaus bietet Tesla zwischen dem 14. August und dem 30. September einen Versicherungszuschuss in Höhe von 8000 Yuan für die Einstiegsversion des Model 3 mit Heckantrieb an.

International

SOFTBANK plant laut Insidern den Kauf sämtlicher Anteile des Chip-Designers Arm vor dem geplanten Mega-Börsengang. Der Investor hält bereits drei Viertel der Anteile und ist in Gesprächen mit seinem Investmentfonds Vision Fund 1 (VF1) über einen Kauf der verbleibenden 25-%-igen Beteiligung, wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters berichten.