Morning Briefing: Mit Siemens, Siemens Energy, Lufthansa, Evotec, Fuchs Petrolub, Renault und Micron Technology

SIEMENS hat beschlossen, einen Teil seines Aktienpakets von Siemens Energy an seinen eigenen Pensionsfonds weiterzugeben. Dadurch reduziert der Münchner Technologiekonzern seine Beteiligung auf 25,1 Prozent. Der Pensionsfonds, der das Vermögen der Siemens-Mitarbeiter verwaltet, erhält über 54 Millionen Siemens Energy-Aktien im Wert von rund 850 Millionen Euro, basierend auf dem Schlusskurs vom Mittwoch.

DEUTSCHE LUFTHANSA: Die EU-Kommission wird wohl keine Berufung gegen ein Urteil eines Luxemburger Gerichts einlegen, das die Genehmigung staatlicher Milliardenhilfen für die Lufthansa während der Corona-Krise durch Brüssel für ungültig erklärt hatte. Insidern zufolge ist eine Berufung schwierig aufgrund der Fehler, die der EU-Kommission unterlaufen sind. Die rechtlichen Optionen sind begrenzt, da die Lufthansa die Staatshilfen bereits zurückgezahlt hat. Im Mai hatte das EU-Gericht in Luxemburg die Freigabe der staatlichen Hilfen von sechs Milliarden Euro für die Lufthansa während der Corona-Krise 2020 durch die EU-Kommission für ungültig erklärt.

EVOTEC erhält von Bayer eine Meilensteinzahlung von 2 Millionen Euro aufgrund der Verabreichung einer Prüfsubstanz an den ersten Patienten einer Phase-I-Studie im Bereich Nierenerkrankungen. Diese Zahlung ist Teil einer strategischen Zusammenarbeit zwischen Evotec und Bayer, die bereits 2016 eingegangen wurde. Bei erfolgreichem Abschluss des Wirkstoffprogramms sind weitere klinische und kommerzielle Meilensteinzahlungen sowie gestaffelte Lizenzgebühren vom Nettoumsatz möglich.

FUCHS PETROLUB: Die kanadische Investmentfirma Mawer Investments Management bietet 2,2 Millionen Anteilscheine von Fuchs Petrolub an. Derzeit hält Mawer 6,95 Millionen Aktien des Unternehmens. Die Papiere sollen institutionellen Investoren im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens angeboten werden. Am Mittwoch schlossen die FUCHS-Stamm-Aktien im XETRA-Hauptgeschäft mit einem Aufschlag von 1,69 Prozent auf 30,05 Euro. Auf der Handelsplattform Tradegate fielen die Titel im Vergleich dazu um 2,33 Prozent auf 29,35 Euro.

Europa

RENAULT: Der französische Automobilhersteller hat seine Prognose für das Gesamtjahr erhöht, da das Unternehmen eine bessere Geschäftsentwicklung verzeichnet als erwartet. Statt der zuvor prognostizierten 6 Prozent oder etwas mehr, rechnet Renault nun mit einer operativen Marge zwischen 7 und 8 Prozent für das Jahr 2023. Der operative freie Cashflow in der Automobilsparte wird nun auf 2,5 Milliarden Euro geschätzt, im Vergleich zu der vorherigen Prognose von 2,0 Milliarden Euro oder etwas darüber. Für das erste Halbjahr 2023 prognostiziert Renault eine operative Marge von über 7 Prozent und einen operativen freien Cashflow im Automobilbereich von rund 1,5 Milliarden Euro.

Wall Street

MICRON TECHNOLOGY: Beim Chiphersteller Micron laufen die Geschäfte besser als erwartet. Im letzten Quartal betrug der Umsatz 3,75 Milliarden Dollar und übertraf damit die Schätzung von Analysten um etwa 100 Millionen Dollar. Micron wurde von einer hohen Nachfrage nach Speicherchips für den schnell wachsenden Sektor der künstlichen Intelligenz angetrieben. Konzernchef Sanjay Mehrotra gab bekannt, dass die Kunden ihre überschüssigen Lagerbestände weiter abbauen und die Lagerbestände im PC- und Smartphone-Segment nahe am normalen Niveau liegen. Daher ist er zuversichtlich, dass die Branche die Talsohle für Wachstum und Umsatz durchschritten hat.