Siemens Energy: Ein Konzern mit veralteter Technologie ?

Siemens Energy, die ehemalige Energiesparte von Siemens, hat seit dem IPO 2020 herbe Kursverluste hinnehmen müssen. Nach dem IPO stieg der Kurs im Januar 2021 auf knapp 34 Euro, danach setzte der stetige Abwärtstrend ein. Aktuell notiert die Aktie bei 14,50 Euro. Das ist ein Rückgang von – 57,5%; der Kursrückgang seit Anfang 2022 beträgt – 33%. Anleger, die damals eingestiegen sind, haben erhebliche Verluste erlitten. Kann der Abwärtstrend gebrochen werden und welches Erholungspotenzial hat die Aktie?

Als Siemens seine damalige Energiesparte auslagerte und in Form eines IPO an die Börse brachte, waren die Probleme schon bekannt. Schwerpunkte von Siemens Energy sind die Ausrüstung von Kohle- und Gaskraftwerke sowie die spanische Windenergietochter Gamesa.

Ein Energieunternehmen mit problematischen Geschäftsfeldern

Gamesa leidet unter dem geringen Ausbau der Windenergietechnik in Europa. Um konkurrenzfähig zu bleiben, mussten Zugeständnisse beim Preis gemacht werden, die Gewinnmarge ist dementsprechend gering. Die aktuelle Energiedebatte und der geplante Ausbau der Windenergie könnte Belebung in das Geschäft bringen. Bis die tatsächlichen Umsätze daraus generiert werden, dauert noch eine gewisse Zeit.

Das zweite Geschäftsfeld, Ausrüstung von Kohle- und Gaskraftwerke, ist ebenfalls renditeschwach. In Europa, insbesondere in Deutschland, werden Kohlekraftwerke stetig zurückgehen. Ob die geplanten Gaskraftwerke noch wie geplant realisiert werden, ist momentan ungewiss, die Gasversorgung ist mit erheblichen Risiken verbunden.

Welches Potenzial hat die Aktie?

Das Problem des Energiekonzernes ist die geringe Marge, dies zeigen die noch immer hohen Verluste. Diese konnten durch Restrukturierungen zwar deutlich gesenkt werden, aber es ist noch ein weiter Weg. Siemens Energy benötigt neue Geschäftsfelder, hierzu ist ein aufwendiger Transformationsprozess notwendig.

Trotz des erheblichen Kursrückganges ist vorerst mit keinem Rebound zu rechnen. Die Energiebranche ist zwar momentan im Umbruch, allerdings profitiert das Unternehmen nicht davon. Ergo: Anleger sollten die Aktie vorerst meiden.