Valneva: Wie tief kann die Aktie noch fallen?

Der Wochenauftakt brachte für den Impfstoff-Entwickler Valneva geradezu einen klassischen Sell-off. Was damit zusammenhing, dass das Unternehmen öffentlich machte, dass die EU ihre Bestellmengen für den Tot-Impfstoff gegen Covid-19 drastisch reduziert hat.

Bekanntlich kam die französische Valneva schon relativ spät zur „Impf-Party“ in der EU. Unternehmen wie BioNTech oder Moderna hatten hier lange Zeit vorher den Markt besetzt. So galt Valneva eigentlich nur noch als Joker, um die letzten Skeptiker eines mRNA- bzw. Vektor-Impfstoffes auch noch einzufangen.

EU lässt Valneva im Regen stehen

Doch trotz immer neuer auftauchender Mutationen ist die Impf-Müdigkeit in Europa nicht zu übersehen, auch wenn insbesondere in Deutschland der Gesundheitsminister weiterhin aus allen Panik-Rohren feuert. Die Entscheidung der EU, ihre Bestellungen bei Valneva nach Medien-Informationen von ursprünglich angedachten 12 Millionen Dosen auf nur noch 1 Million zu reduzieren, spricht hier Bände.

Was natürlich für das Unternehmen eine schwere Hypothek ist. Deshalb hat Valneva auch erklärt, dass diese massive Reduzierung dafür sorgen könnte, dass das Impfstoffprogramm von Valneva faktisch nicht mehr fortgeführt wird.

Bewertung zu hoch

Das Resultat des Ganzen: am Montag verlor die Aktie von Valneva mehr als 25 %. Natürlich ist immer wieder vorstellbar, dass eine technische Gegenreaktion gibt. Wir würden allerdings eher darauf tippen, dass die nächste Station eher im Bereich von 5,00 Euro und womöglich darunter liegen könnte. Denn über den Impfstoff hinaus hat Valneva zwar etliche Produkte ebenfalls im Angebot und auch eine sehr gut ausgestattete Pipeline. Aber nichts, was die derzeitige Bewertung von rund 840 Millionen Euro wirklich rechtfertigen würde.

Deshalb auch unser Rat: Halten Sie Abstand zu diesem Wert.