Ventas: Eine gute Beimischung?

Der amerikanische Immobilienkonzern Ventas hat seine jüngsten Quartalszahlen vorgelegt. Diese verfehlten jedoch die Meinungen von Experten, insbesondere beim Gewinn pro Aktie. Der Kurs fiel danach geringfügig und notiert aktuell bei 49 USD (48,51 Euro). Was können Anleger von der Aktie erwarten?

Stabiles Geschäft – wenig Fantasie

Die Geschäftstätigkeit von Ventas ist der Besitz und die Verwaltung von Immobilien im Gesundheitsbereich sowie von medizinischen Wohneinrichtungen. Dies ist ein stabiles Geschäftsfeld, allerdings ist hier kein hohes Wachstumspotenzial zu erwarten.

Die für das zweite Quartal gemeldeten Geschäftszahlen enttäuschten die Analysten. Obwohl der Umsatz um 11,2% auf 1,02 Mrd. USD gestiegen ist, hatten Experten hier mehr erwartet. Der Ertrag je Aktie (EPS) lag mit – 0,11 USD deutlich unter den Expertenerwartungen, diese lagen bei einem positiven EPS von 0,03 USD.

Für das dritte Quartal ist Ventas etwas optimistischer, allerdings sind keine gravierenden Veränderungen zu erwarten. Problematisch ist die hohe Verschuldung von ca. 13 Mrd. USD. Diese macht mehr als 50% der Bilanzsumme aus. Steigende Zinsen dürften sich negativ beim Ergebnis auswirken.

Wie viel Potenzial hat die Aktie?

Der langfristige Chart zeigt, dass es bei der Aktie immer wieder zu sehr starken Schwankungen sowohl nach oben als auch nach unten kam. Dies dürfte sich auch so fortsetzen. Die Aktienentwicklung ist somit kaum berechenbar.

Auch die Analysten sind diesbezüglich sehr unterschiedlicher Meinungen. Obwohl der mittlere Zielwert bei 61 USD liegt, reicht die Bandbreite der Analysten von 51 USD bis 80 USD. Anleger sollten die Aktie meiden. Große Kurssteigerungen dürften nicht auftreten, die Volatilität dürfte hoch bleiben. Es gibt interessantere Aktien, auch im Immobilienbereich.