Walt Disney: Was kann der aktivistische Investor Loeb anstoßen?

Trotz der guten Geschäftszahlen für die ersten neun Monate gibt es Investoren, die mit der Kursentwicklung nicht zufrieden sind. Ein solcher ist der aktivistische Investor Loeb mit seiner Gesellschaft Third Point.

Er fordert eine Umstrukturierung und höhere Profitabilität des Konzerns. Von dem Kursschub nach Veröffentlichung der Zahlen ist aktuell nicht mehr viel übrig, die Aktie notiert derzeit bei gut 108 Dollar. Kann der Einstieg des Investors der Aktie neuen Schwung verleihen?

Geschäftsfelder stabilisieren sich wieder nach der Pandemie

Insbesondere die Freizeitparks hatten während der Pandemie schwer gelitten. Hier ist wieder eine deutliche Besserung eingetreten. Der Umsatz in diesem Segment ist gegenüber dem Vorjahr um 70% gestiegen. Auch das Streaming-Geschäft hat deutlich zugenommen. Die Nutzerzahl erhöhte sich um 31% auf 152 Mio. Nutzer.

In den ersten neun Monaten betrug der Umsatz 62,5 Mrd. Dollar, dies ist ein Zuwachs um 28%. Beim bereinigten Ergebnis pro Aktie (EPS) konnte eine Steigerung um 69% auf 3,22 Dollar erreicht werden. Für das restliche Geschäftsjahr gibt man sich zuversichtlich.

Der Investor sieht das anders, er erwartet von dem Konzern eine Steigerung der Profitabilität. Zudem drängt er darauf, den Sportkanal ESPN zu verkaufen oder an die Börse zu bringen. Ob dies gelingt, ist ungewiss, zumindest dürfte die Forderung eine gewisse Anregung im Management veranlassen.

Kann Disney wieder an Aufwärtsdynamik gewinnen?

Die Aktie bewegt sich wieder auf dem Niveau vor der Pandemie. Der Ausreißer nach oben beruhte auf den hohen Erwartungen im Streaming-Geschäft. Insgesamt befindet der Konzern wieder im Aufwind, dies dürfte sich zukünftig beim Aktienkurs auswirken. Dies sehen auch die Analysten so, deren mittleres Kursziel liegt bei 142 Dollar. Wenn die Profitabilität weiter steigt, dürften Kurse von ca. 150 Dollar realistisch sein.