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Last Call! Wall Street: Mit Disney, Snowflake, Okta, Vroom, Norwegian Cruise, Carnival, American Airlines, Ambarella

Liebe Leser,

während der S&P 500 aufgrund der aktuellen Tech-Schwäche mit strukturellem Gegenwind konfrontiert sein mag, geht es dem Rest des Marktes hervorragend. Insgesamt stelle ich fest, dass die meisten Nicht-Tech-Aktien den Anstieg der Anleiherenditen recht gut verkraften – und das sind gute Zeichen für den Frühling.

An der Datenfront haben private Unternehmen im Februar 117.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, wie aus einem Bericht des Lohnverarbeitungsunternehmens ADP vom Mittwoch hervorgeht. Von Dow Jones befragte Ökonomen hatten mit 225.000 neuen Arbeitsplätzen in der Privatwirtschaft im vergangenen Monat gerechnet.

Unterdessen verlangsamte sich das Wachstum im Dienstleistungssektor der US-Wirtschaft im Februar. Der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe zeigte für den vergangenen Monat einen Wert von 55,3, was einem Rückgang von 3,4 Prozentpunkten gegenüber Januar entspricht und unter der Dow-Jones-Schätzung von 58,7 liegt. Ok, es wurde mehr erwartet, aber unter dem Strich kann festgestellt werden, dass sich die Lage von Monat zu Monat deutlich verbessert.

Und zwar so gut, dass Joe Biden beabsichtigt, die Anzahl der Personen zu begrenzen, die eine neue Runde von Stimulus-Schecks als Teil des 1,9 Billionen Dollar schweren Koronavirus-Hilfspakets erhalten werden, das diese Woche verabschiedet werden soll.

Fazit: Die Rotationen zwischen Techs und Nicht-Techs sollte als klare Chance erkannt werden! Denn es zählt allein die Tatsache, dass die US-Wirtschaft in diesem Jahr abgeht wie Schmitts Katz!

Die wichtigsten Meldungen von gestern:

Disney hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass das Unternehmen im Rahmen einer stärkeren Fokussierung auf sein E-Commerce-Geschäft bis zum Jahresende 20% seiner stationären Disney Stores schließen wird. Mindestens 60 der nordamerikanischen Filialen sollen geschlossen werden. Das Unternehmen begründet dies mit dem veränderten Verbraucherverhalten und dem Wunsch, das Online-Einkaufserlebnis mit den Disney-Parks-Apps und Social-Media-Plattformen zu verknüpfen. Disney wird zudem seine aktuelle ShopDisney-Website verbessern und sein Produktsortiment erweitern, um mehr Kollektionen für Erwachsene, Streetwear, hochwertige Heimprodukte und Sammlerstücke anzubieten. Klare Sache: die Maus bringt sich in Stellung, um an allen neuen Fronten vorne dabei zu sein. Mein Kursziel für dieses Jahr? 300 Dollar.

Chart Walt Disney

Chart Walt Disney

Snowflake fiel um fast 9% zurück, nachdem das Unternehmen eine glanzlose Umsatzprognose für das Gesamtjahr veröffentlicht hatte. Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz zwischen 1 und 1,02 Mrd. Dollar. Die von FactSet befragten Analysten erwarteten eine Umsatzprognose von etwa 1,01 Mrd. Dollar. Diese Prognose entspricht einem Umsatzwachstum von mehr als 80% für das Gesamtjahr, was eine langsamere Expansionsrate ist, als das Unternehmen in seinem vierten Geschäftsquartal erlebte. Solange die Aktie im freien Fall ist, fasse ich sie nicht an. Womöglich geht’s zurück auf den Emissionskurs, dann sehen wir weiter.

Okta fielen um 12%, als bekannt wurde, dass Okta 6,5 Mrd. Dollar für die Übernahme des Konkurrenten Auth0 ausgeben wird. Der Abschluss des Deals wird bis Juli erwartet. Die Nachricht über die Übernahme überschattete die besser als erwartet ausgefallenen Gewinn- und Umsatzzahlen des Cloud-Software-Unternehmens für das vergangene Quartal. So ist das bekanntlich fast immer: der Kurs des übernehmenden Unternehmens sackt bei Bekanntgabe ab. Aber solange der Trend intakt ist, ist noch alles in Ordnung. Mein Rat: bei 220 Dollar auf die Lauer legen.

Vroom – Die Aktien des Gebrauchtwagenhändlers brachen um 8% ein und stehen vorbörslich mit -15% auf dem Schirm, nachdem das Unternehmen seine neuesten Quartalszahlen veröffentlicht hatte. Vroom meldete einen Umsatz von 406 Mio. Dollar, während die von Refinitiv befragten Analysten einen Umsatz von 401 Mio. Dollar erwartet hatten. Das Unternehmen verzeichnete auch einen Verlust von 46 Cents pro Aktie, aber es war nicht klar, ob dies mit der Prognose von Refinitiv für den Gewinn pro Aktie vergleichbar ist. Manchmal ist gut eben nicht gut genug. Auch hier gilt: nicht ins fallende Messer greifen, sondern auf die Lauer legen!

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Norwegian Cruise Line, American Airlines – Eine Reihe klassischer „Lockdown-Verlierer“ stiegen, nachdem Präsident Joe Biden ankündigte, dass die USA über einen ausreichenden Vorrat an Coronavirus-Impfstoffen verfügen werden, um jeden Erwachsenen im Land bis Ende Mai zu impfen. American Airlines stiegen um mehr als 3%, während Carnival und Norwegian Cruise Line um 6% bzw. mehr als 7% zulegten. Ich weiß, ihr könnt es nicht mehr hören, aber Reiseaktien werden dieses Jahr der Renner!

Ambarella – Die Aktien des Halbleiterunternehmens stiegen nach den Ergebnissen des vierten Quartals um mehr als 6%. Das Unternehmen meldete für den Berichtszeitraum einen Umsatz von 62,1 Mio. Dollar, was die erwarteten 58,1 Mio. Dollar übertraf, so die Schätzungen von FactSet. Ambarella sagte, dass sich die Nachfrage nach seinen Produkten im letzten Jahr beschleunigt hat, wobei mehr als 175 einzelne Kunden technische Teile oder Entwicklungssysteme gekauft haben. Was habe ich die ganzen Wochen zu den Halbleitern geschrieben?!

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