Nordex mit nächstem Großauftrag – Aktie vor Herausforderung

Wieder einmal kann der Windturbinen-Hersteller Nordex mit einem Großauftrag punkten. Dieser kommt diesmal aus Spanien. Für den Windpark „Gecama“ in der spanischen Region Kastilien soll der deutsche Hersteller insgesamt Turbinen mit einer Gesamt-Leistung von 312 MW liefern. Pro Turbine des Typs N149/4.0-4.5 gibt es eine Betriebsleistung von 4,8 MW, was bedeuten würde, dass hier insgesamt geschätzt 65 Turbinen geliefert werden.

Nordex bleibt international erfolgreich

Der Windpark selbst wird vom israelischen Stromerzeuger Enlight Renewable Energy aufgebaut und ist dessen erstes Projekt in Spanien. Gleichzeitig sind die Israelis auch zum ersten Mal Kunde bei Nordex. Zusätzlich zu der Turbinen-Lieferung bekommt das deutsche Unternehmen auch einen Service-Vertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren.

Damit bestätigt Nordex ein weiteres Mal unsere Grundsatzannahme. Denn während das Geschäft mit Windkraftanlagen in Deutschland, sagen wir es mal so, derzeit äußerst holprig verläuft, setzt Nordex insbesondere auf internationale Aufträge. Und da hatte man ja in den vergangenen Monaten immer wieder interessante Meldungen absetzen können, trotz Corona.

Was macht die Aktie?

Allerdings: Der Blick auf die Aktie zeigt, dass hier sicherlich nicht die Bäume in den Himmel wachsen. Nachdem der erste Break-Versuch der 200-Tage-Linie gescheitert war, hatte die Aktie in den vergangenen Wochen konsolidiert. Vor dem Hintergrund der neuen Auftragslage könnte es allerdings jetzt einen neuen Anlauf geben. Das gilt es zu beobachten.

Eine neue Positionierung würden wir allerdings erst nach einem Ausbruch in Betracht ziehen. Wer hier schon vorarbeiten will, kann einen entsprechenden Stopp-Buy bei 10,60 Euro auslegen.