Morgen-Briefing: Allianz, Adidas, Deutsche Telekom, Merck und RWE

Werte, auf die Anleger heute achten sollten:

ALLIANZ hat angekündigt, erneut größere Aktienrückkäufe durchzuführen, und zwar im Wert von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Das Programm ist für Ende Mai geplant und die Papiere sollen eingezogen werden. Die ALLIANZ hat zuletzt 2019 vor der Corona-Pandemie einen Aktienrückkauf in dieser Größenordnung durchgeführt, danach fielen die Rückkaufprogramme kleiner aus. Im vergangenen Jahr wurden jedoch zwei Aktienrückkäufe durchgeführt, die insgesamt zwei Milliarden Euro ausmachten. Der jüngste Rückkauf, der im November angekündigt wurde, wurde erst Mitte März abgeschlossen.

Der neue Vorstandschef von ADIDAS Björn Gulden möchte gerne auf die Zukunft fokussieren, aber auf der Hauptversammlung von Adidas in Fürth wird es voraussichtlich mehr um die Bewältigung der Vergangenheit gehen. Hat der Sportartikelkonzern bei der Partnerschaft mit dem US-Skandal-Rapper Kanye West zu spät die Notbremse gezogen und wenn ja, warum? Schließlich war es nicht das erste Mal, dass West, der sich jetzt „Ye“ nennt, unangemessene Kommentare machte. Aber seine „Yeezy“-Schuhe verkauften sich weiterhin hervorragend und die Margen waren hoch. Nun steht Adidas vor einem Dilemma: Was tun mit den Millionen von Schuhen, die noch auf Lager liegen, ohne dass West davon noch profitiert?

Die DEUTSCHE TELEKOM konnte dank eines Anstiegs der Kundenzahlen eine Steigerung des Umsatzes und Gewinns zu Jahresbeginn verzeichnen. Darüber hinaus hat die US-Tochtergesellschaft T-Mobile einen optimistischeren Ausblick vorgelegt, was dazu führt, dass das Gesamtjahresziel für das bereinigte operative Ergebnis leicht angehoben wurde. Für 2023 wird erwartet, dass das EBITDA aL bei 40,9 Milliarden Euro statt bei 40,8 Milliarden Euro liegen soll. Im ersten Quartal stieg der Konzernumsatz um 0,3% auf 27,8 Milliarden Euro und der Betriebsgewinn um 0,9% auf 10 Milliarden Euro. Diese Ergebnisse entsprechen den Erwartungen der vom Unternehmen befragten Analysten.

MERCK, das Pharma- und Technologieunternehmen mit Sitz in Darmstadt, konnte im Bereich Flüssigkristalle und Halbleiterchemikalien keine positiven Ergebnisse verzeichnen und wurde dadurch zum Jahresbeginn gebremst. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) fiel im ersten Quartal um 2,6% auf 1,6 Milliarden Euro, was jedoch besser als erwartet war. Analysten hatten lediglich einen Gewinn von gut 1,5 Milliarden Euro prognostiziert. Der Umsatz stieg um 1,8% auf 5,3 Milliarden Euro.

RWE hat angekündigt, sein Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien voranzutreiben. Im ersten Quartal des aktuellen Jahres hat der größte deutsche Stromerzeuger bereits 8 Milliarden Euro in sein grünes Portfolio investiert und somit seine Kapazitäten um 4,9 Gigawatt ausgebaut. Für das erste Quartal 2022 plant RWE Investitionen in Höhe von 0,6 Milliarden Euro. Die vorläufigen Zahlen für den Zeitraum Januar bis März wurden bereits Ende April veröffentlicht und nun bestätigt: Das bereinigte EBITDA des Konzerns ist auf 2,8 Milliarden Euro gestiegen, während es im Vorjahr noch bei 613 Millionen Euro lag. RWE setzt somit ein klares Zeichen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Energieversorgung.