Morning Briefing: Mit Commerzbank, Vonovia, Siemens Energy, Sartorius, Apple, Amazon, Amgen und Airbnb

COMMERZBANK: Die Geschäftsbank verzeichnete im Frühjahr aufgrund gestiegener Zinsen im Euroraum einen kräftigen Gewinnanstieg. Der Finanzkonzern mit Sitz in Frankfurt erzielte im zweiten Quartal einen Konzerngewinn von 565 Millionen Euro, was einem Plus von 20,2 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Erträge vor Risikovorsorge stiegen um 8,7 % auf 2,63 Milliarden Euro. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem geringeren Gewinn von 538 Millionen Euro gerechnet.

VONOVIA: Der deutsche Immobilien-Primus Vonovia litt im zweiten Quartal weiter unter den Folgen der Immobilien-Markt-Krise. Das Unternehmen musste den Wert seines Immobilien-Portfolios gegenüber dem Vorjahr um rund 2,7 Milliarden Euro abschreiben. Insgesamt schrieb Vonovia von April bis Juni einen Verlust von etwa zwei Milliarden Euro nach einem Gewinn von 1,8 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

SIEMENS ENERGY: Insidern zufolge wird der Aufsichtsrat des Energietechnik-Konzerns am Freitag bei seiner vierteljährlichen Sitzung erste Ergebnisse der Untersuchungen zu den Onshore-Windrädern erhalten. Im Juni schockte Siemens Energy die Märkte mit der Nachricht, dass die Qualitätsprobleme aufgrund von schadhaften Rotorblättern und Lagern größer seien als angenommen. Analysten schätzen die Kosten für die Reparatur oder den Austausch von Turbinen auf bis zu 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro. Am Montag wird Siemens Energy seine Quartalsbilanz veröffentlichen. Der Nettoverlust wird im Gesamtjahr 2022/23 noch deutlicher ausfallen als ursprünglich geplant.

SARTORIUS: Der Laborausrüster hat seinen neuen Finanzchef bei Haniel gefunden. Florian Funck wird ab dem 1. April 2024 zum Chief Financial Officer (CFO) und Vorstandsmitglied von Sartorius ernannt. Er wird Rainer Lehmann als CFO ablösen, der im Mai 2023 auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausscheiden wird. Funck ist derzeit CFO der Haniel-Gruppe, wo er seit über 20 Jahren tätig ist.

Amerika

APPLE hat dank seines starken Dienstleistungsgeschäfts ein Quartalsergebnis vorgelegt, das über den Markterwartungen liegt, obwohl der iPhone-Absatz schwächelt. Der Elektronik-Konzern investiert derweil Milliarden in generative Künstliche Intelligenz (KI), um auch in Zukunft innovativ zu sein und seine Produkte verantwortungsvoll weiterzuentwickeln. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen im Jahresvergleich um gut drei auf 22,61 Milliarden Dollar.

AMAZON: Der E-Commerce-Riese profitiert vom Siegeszug der generativen Künstlichen Intelligenz (KI) und verzeichnete im Online-Handel einen Rekordumsatz während der jährlichen Rabattaktion „Prime Day“. Firmenchef Andy Jassy zeigte sich zufrieden mit den Quartalszahlen und setzte sich unerwartet hohe Ziele für das laufende Quartal.

AMGEN: Der Biotechkonzern gab bekannt, dass der Gewinn im zweiten Quartal gestiegen ist und die Prognose für das Jahr leicht angehoben wurde. Laut Unternehmensangaben rechnet Amgen nun für 2021 mit einem bereinigten Ergebnis zwischen 17,80 und 18,80 Dollar je Aktie, verglichen mit dem vorherigen Prognosebereich von 17,40 bis 18,60 Dollar. Die Übernahme des US-Biotechunternehmens Horizon Therapeutics im Prognosezeitraum ist noch nicht berücksichtigt. Die US-Kartellbehörde FTC plant angeblich, den rund 26 Milliarden Dollar schweren Kauf zu verhindern und hat eine Klage eingereicht. Im zweiten Quartal erzielte Amgen einen Gewinn je Aktie von 5 Dollar, was einem Anstieg um 8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

AIRBNB zeigt sich optimistisch für das dritte Quartal angesichts einer Erholung in der internationalen Reisebranche. Der US-Zimmervermittler prognostiziert einen Umsatz von 3,3 bis 3,4 Milliarden Dollar für den Berichtszeitraum, was über den durchschnittlichen Analystenschätzungen von 3,22 Milliarden Dollar liegt. Im zweiten Quartal stiegen die Umsätze um 18,1 % auf 2,48 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie betrug 98 Cent und übertraf damit die Expertenerwartungen von 78 Cent.