Hasbro stemmt sich gegen das schwache Geschäft mit Sparmaßnahmen

Die Aktie des amerikanischen Herstellers von Spielwaren und Spielen kennt seit Jahresanfang nur eine Richtung, nämlich nach unten. Aktuell notiert sie unter 66 Dollar. Gibt es hier irgendeine Fantasie für einen Turnaround?

Das dritte Quartal war durch starke Rückgänge sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn gekennzeichnet. Der Umsatz sank um 15 % auf 1,68 Mrd. Dollar. Neben der Kaufzurückhaltung macht sich auch der schlechte Wechselkurs beim Umsatz bemerkbar. Der bereinigte Betriebsgewinn sank auf 271 Mio. Dollar, was einer operativen Marge von 16,1 % entspricht. Dies entspricht einem Rückgang von 31 %.

Neue Spiele und Kostenoptimierung sollen Rückgang stoppen

Hasbro will das Problem der hohen Kosten durch das „Operational-Exellence-Programm“ angehen und die jährlichen Kosten um ca. 250 bis 300 Mio. Dollar senken. Darüber hinaus hat das Unternehmen für das letzte Quartal sowie das Geschäftsjahr 2023 den Start eines breiten Unterhaltungsprogramms in Form von neuen Spielen angekündigt. Hierdurch soll der Umsatzrückgang gestoppt und wieder ein Wachstum erreicht werden.

Hasbro ist dabei, seine Bilanz zu verbessern. Immaterielle Abschreibungen auf das übernommene Unternehmen D&D Beyond sowie die Reduzierung der Verbindlichkeiten sollen die Bilanz robuster machen.

Wie ist die Aktie einzuschätzen?

Die Branche von Spielzeugen ist im Gegensatz zur Tech-Branche kein Wachstumsmarkt, hier geht es eher konservativ zu. Daher sind auch keine größeren Kursschwankungen zu erwarten, der Rückgang beruht überwiegend auf dem schlechten Börsenumfeld. Sollten die geplanten Maßnahmen greifen, dürfte der Kurs wieder steigen.

Bis dahin sollte aber kein größeres Kurspotenzial vorhanden sein, die Aktie dürfte sich in einer Range von 60 bis 80 Dollar bewegen. Etwas optimistischer sind die Analysten, deren mittleres Kursziel liegt bei 91 Dollar. Hier dürften allerdings die zukünftigen geplanten Maßnahmen bereits berücksichtigt sein.