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Albemarle: Lithium-Preise fallen – wie geht es mit der Aktie weiter?

Der Lithium-Hersteller Albemarle hat den Bau einer neuen Lithium-Verarbeitungsanlage im US-Bundesstaat South Carolina angekündigt. Hierbei handelt es sich um eine Großanlage, die jährlich rund 50.000 Tonnen Lithium-Hydroxid in Batterie-Qualität produzieren soll. Perspektivisch soll die Anlage dabei auf bis zu 100.000 Tonnen erweitert werden können.

Das erste Produktionsziel würde bedeuten, dass man rund 2,4 Mio. Elektrofahrzeuge jährlich mit Lithium-Hydroxid bzw. für die entsprechenden Batterien ausstatten könnte. Albemarle will zum Aufbau der Produktionsanlage 1,3 Mrd. Dollar investieren, Baubeginn ist voraussichtlich Ende 2024. 

Die Aktie von Albemarle hatte zuletzt deutlicher zu kämpfen, obwohl das Unternehmen bei der Vorlage seiner Q4-Zahlen sehr starke Daten abliefern konnte. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 8,62 Dollar und konnte damit die Markterwartungen um 0,25 Dollar je Aktie schlagen. Auch beim Umsatz konnte Albemarle mit 2,62 Mrd. Dollar etwas besser abschneiden als geschätzt. Allerdings kam nicht so gut an, dass man bei der Guidance für das laufende Geschäftsjahr nur im Rahmen der bisherigen Analysten-Erwartungen blieb. 

Hinzu kommt, dass sich die Anleger Sorgen um den chinesischen Markt machen. Albemarle selbst sieht hier weitere Wachstumschancen. Allerdings hatte der chinesische Batteriehersteller CATL – vom Volumen her der weltgrößte Batteriehersteller – seinen chinesischen Kunden deutliche Discounts angeboten, nachdem der Lithium-Preis zuletzt wieder kräftige Abgaben verzeichnete. 

Für die Aktie von Albemarle kommt es jetzt in der eigenen Charttechnik darauf an, die Unterstützungszone im Bereich von 210/215 Dollar zu verteidigen. Wir setzen den Wert vorerst auf halten, warten allerdings auf einen technischen Rebound, um eventuell nachzufassen.