Hella: Starke Ergebnisse im Rumpfjahr – Wie geht es mit der Aktie weiter?

Die Hella-Aktie kam im Zuge der Marktturbulenzen deutlich unter Druck. Aktuell kämpft sie um die Unterstützung durch die 200-Tage-Linie. Unterstützung könnten dabei die jüngst vorgelegten Zahlen zum letzten Rumpf-Geschäftsjahr liefern.

Wegen Anpassung des Geschäftsjahres beziehen sich die Kennzahlen auf den Zeitraum 01. Juni bis 31. Dezember 2022. Während dieser Zeit ist es dem Autozulieferer gelungen, hervorragende Zahlen zu erreichen. Der Gesamtumsatz des Rumpfjahres lag zwar gegenüber dem Vorjahresumsatz von 6,3 Mrd. Euro nur bei 4,4 Mrd. Euro. Angesichts der deutlich verkürzten Zeit allerdings ein sehr gutes Ergebnis. Alle Sparten trugen dazu bei, bei den Märkten war die Nachfrage in China deutlich gestiegen.

Starke Prognose

Das operative EBIT landete bei 222 Mio. Euro gegenüber dem gesamten Vorjahreswert von 279 Mio. Euro. Die sich daraus ergebende EBIT-Marge stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 5 %. Für das laufende Geschäftsjahr ist man aufgrund des hohen Auftragsbestandes zuversichtlich, zuletzt betrug der Auftragseingang 1 Mrd. Euro pro Monat. In 2023 soll der Umsatz bei 8 bis 8,5 Mrd. Euro liegen, die operative EBIT-Marge soll sich zwischen 5,5 und 7 % bewegen.

An der Basisdividende von 0,27 Euro pro Aktie wird weiterhin festgehalten. Durch den Verkaufserlöses der Tochtergesellschaft HBPO über 250 Mio. Euro erfolgt die Ausschüttung einer Sonderdividende von 2,61 Euro. Die Gesamtdividende von 2,88 Euro entspricht einer momentanen Rendite von 3,7%.

Welche Alternative zur Hella-Aktie gibt es?

Zurzeit liegt ein Übernahmeangebot von Faurecia zur Genehmigung vor. Der Übernahmepreis mit 60 Euro liegt deutlich unter dem aktuellen Kurs. Ob er erhöht wird, ist ungewiss. Ein Kauf der Hella-Aktie ist nur dann sinnvoll, wenn der Übernahmepreis über dem aktuellen Kurs liegt. Hierauf sollten sich Anleger nicht verlassen. Eine gute Alternative ist der Kauf der Aktie der Muttergesellschaft Faurecia.