Barrick Gold: Krisenstimmung – und der Kurs der Goldaktie fällt

Bei dem Goldminenunternehmen Barrick Gold kann der Kurs in letzte Zeit nicht glänzen. Nach dem Hoch im September 2020 mit 40 CAD (30,4 EUR) hat sich der Kurs mittlerweile auf 20,6 CAD halbiert. Die Kurserholung nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine war nur von kurzer Dauer. Warum kann das Goldminenunternehmen nicht von der Krisenstimmung profitieren?

Kursrückgang trotz Inflation und Krisenängste, was ist da los?

Gerade in unruhigen Krisenzeiten und in Phasen mit hoher Inflation sind Gold und Silber als Stabilitätsanker sehr gefragt. Sie gelten als wertbeständig, dies gilt insbesondere für Gold. Das kanadische Bergbauunternehmen ist eines der weltweit führenden Unternehmen, was die Förderung von Edelmetallen betrifft. Neben Gold wird hauptsächlich auch Kupfer gefördert. Eine Weiterverarbeitung der geförderten Metalle durch das Unternehmen erfolgt nicht.

Barrick Gold ist hochprofitabel und verfügt über eine hohe Eigenkapitalquote. Diese beiden Faktoren sind entscheidend für Subtanzunternehmen. Dies weiß auch Warren Buffett, der mit seiner Investmentgesellschaft auch geringfügig beteiligt ist.

Die Ursache für den Kursrückgang liegt in dem Preisverfall für Gold und Kupfer. Seit dem März ist der Goldpreis von 1.880 USD (1.861 EUR) auf 1.660 USD gesunken. Deutlich stärker gefallen ist der Kupferpreis. In dem gleichen Zeitraum sank er von 9.700 USD auf 7.100 USD.

Welches Potenzial hat die Aktie?

Der zukünftige Aktienkurs hängt von der Preisentwicklung für Gold und Kupfer ab. Der Rückgang für diese Metalle ist im Wesentlichen durch den geringeren industriellen Bedarf entstanden.

Wenn sich die Rezessionsgefahr verringert, dürften die Preise auch wieder steigen, insbesondere der Preis für Kupfer. Das sehen auch die Analysten so, der Durchschnittswert aller Analysen liegt bei ca. 26,50 CAD.

Anleger sollten dennoch die Aktie vorerst meiden, erst wenn die Wirtschaftslage sich wieder entspannt, können Neuengagements eingegangen werden.