Commerzbank läuft sich warm für den DAX – weitere Verbesserungen der Kennzahlen

Die Commerzbank hat kurzfristig vorläufige Zahlen für das zurückliegende Geschäftsjahr präsentiert. Wichtigster Punkt dabei: Auf Basis des EBITDA konnte die zweitgrößte deutsche Privatbank erneut ein positives Ergebnis ausweisen. Dieses verbesserte sich auf insgesamt 3,37 Milliarden Euro.

Der operative Gewinn kletterte auf 2,005 Milliarden Euro. Zuvor gab es eine Prognose von 1,97 Milliarden Euro. Damit konnte die Großbank ihr Vorjahresergebnis, dass bei 105 Millionen Euro gelegen hatte, um ein Vielfaches verbessern.

DAX-Kriterien erfüllt

Doch damit nicht genug: Denn der Umstand, dass die Commerzbank nun zwei Jahre in Folge ein positives EBITDA ausweisen konnte, qualifiziert die Aktie nun auch nach den neuen Kriterien für eine DAX-Mitgliedschaft. Bei der letzten regulären Anpassung im September und auch bei der außerplanmäßigen Anpassung im Dezember wurde die Commerzbank außen vorgelassen, obwohl sie per Ende Dezember auf Platz 34 in der Rangliste stand. Dies vor allem wegen der Tatsache, dass man keine zwei Folgejahre mit einem positiven EBITDA ausweisen konnte. Insofern dürfte es äußerst spannend werden, wie der Arbeitskreis Börse der Deutschen Börse AG im März verfahren wird.

Die endgültigen und kompletten Zahlen für die Commerzbank dürften am 16. Februar kommen. Im Markt wird davon ausgegangen, dass das Kreditinstitut im vergangenen Jahr Gesamterträge von 9,755 Milliarden Euro erreicht hat, was einem Wachstum von 15% zum Vorjahr entsprechen würde. Gleichzeitig rechnet man mit einer deutlichen Zunahme um fast zwei Drittel bei der Risikoversorgung auf insgesamt 923 Millionen Euro. Für das Ergebnis nach Steuern wird mit 1,27 Milliarden Euro gerechnet, das wären fast 200% mehr als im Vorjahr.

Aktie mit viel Luft nach oben

Die präsentierten Zahlen geben heute der Aktie in einem eher negativen Umfeld einen weiteren Schub nach oben um aktuell rund 1%. Damit setzt sie ihren Erholungskurs aus dem Sommer 2022 weiter fort, der die Aktie inzwischen um fast 80% nach oben hieven konnte. Angesichts der Tatsache, dass die Aktie bekanntlich mal über 300 Euro gekostet hat, ist natürlich noch viel Luft nach oben.

Hinzu kommt, dass auch das geschätzte KGV mit 7,6 weiterhin sehr moderat ist. Als mittel-bis langfristiges Ziel gilt dabei erst einmal der Bereich um 40-50 Euro, ein Bereich, den die Aktie nach der Erholung aus der Finanzkrise für zwei Jahre halten konnte.