Continental Aktie: Gibt es die Chance auf einen Ausbruch aus dem Abwärtstrend?

Die Continental Aktie befindet sich seit 2018 in einem langfristigen Abwärtstrend. Die kurze Erholung während der Pandemie ist ebenfalls wieder weg. Aktuell notiert sie bei 56,28 Euro und damit rund 40 % unter dem Jahresanfangskurs von 96 Euro. Was können Anleger zukünftig erwarten?

Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten stabilisiert

Trotz der schwierigen Zeiten bezeichnet das Unternehmen die Geschäftsentwicklung zufriedenstellend. Der Konzernumsatz stieg auf 10,4 Mrd. Euro, das ist ein Zuwachs von 29,3 %. Hierzu hat die Verbesserung im Segment Automotive durch wesentlich beigetragen. Hier konnten mit den Abnehmern höhere Absatzpreise vereinbart werden.

Beim operativen EBITDA ist ebenfalls eine Verbesserung eingetreten, dieses verbesserte sich um 46,7 % auf 605 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge erhöhte sich leicht auf 5,8 %. Eine Sonderabschreibung auf den Firmenwert von 498 Mio. Euro führte zu einem Konzernverlust von – 211 Mio. Euro.

Insgesamt hat sich die Auftragslage wieder deutlich verbessert, im Segment Automotive steig der Auftragseingang um 37,9 % auf 18 Mrd. Euro, davon stammen allein 6 Mrd. aus dem dritten Quartal. Aufgrund der bisherigen Entwicklung wurden die Jahreswerte bestätigt. Der Umsatz soll zwischen 38,3 und 40,1 Mrd. Euro liegen. Bei der EBITDA-Marge erwartet man einen Wert von 4,7 bis 5,7 %.

Kann der Abwärtstrend gebrochen werden?

Kurzfristig hat sich die Situation aufgrund eines höheren Fahrzeugabsatzes wieder stabilisiert. Mittel- und langfristig muss sich auch Continental transformieren. Dieser Prozess dürfte die Ertragslage belasten.

Die Analysten bewerten die Aktie völlig konträr. Warburg Research ist mit einem Zielwert von 95 € sehr zuversichtlich, genau umgekehrt bewertet die UBS die Aktie, sie sieht den fairen Wert bei 46 €. Aus charttechnischer Sicht kommt es auf den derzeit noch dominierenden Abwärtstrend an. Ein erster Break-Versuch im November schlug fehl, aber die Aktie bleibt noch am Ball. Hier ist also Geduld gefragt. Vorgreifen würden wir einem Ausbruch aber nicht.