DAX-Morgenanalyse 11.05.2020

Mit 145 Punkten Aufschlag fand der DAX am Freitag zurück in seine Aufwärtsbewegung und drehte den Börsenmonat Mai in ein kleines Plus. Was war hierfür der Auslöser und reicht der Schwung gleich zur 11.000?

Starker Freitag als Grundlage für die neue Woche

Das GAP zu Ende April ist Geschichte und konnte am Freitag nach Tagen der „Berichterstattung“ geschlossen werden:

Vor allem der Nachmittag legte hier noch einmal an Dynamik zu, als die US-Arbeitsmarkten veröffentlicht wurden. Diese waren zwar auf historisch schlechtem Niveau und zeigten mit mehr als 14 Prozent eine Arbeitslosigkeit an, die es zuletzt im Jahr 1933 gab, doch lagen die verschiedenen Kennziffern leicht über den noch schlechteren Erwartungen.

Es mag unverständlich erscheinen, dass der Markt daraufhin stieg und die Wall Street hier vor allem zum Handelsende noch einmal das Momentum auf der Oberseite erhöhte, doch oft wird an der Börse die Zukunft und das Motto „Es kann nur besser werden“ in den Kursen reflektiert.

So konnte der DAX auf Basis des mittelfristigen Chartbildes einen neuen Aufwärtstrend bilden und die Tendenz ab Mitte März wieder aufnehmen:

Es stellt sich die Frage, ob wir dieser Tendenz nun weiter folgen werden. Die Eckdaten vom Freitag stimmten zumindest positiv:

Eröffnung 10.882,44PKT
Tageshoch 10.918,32PKT
Tagestief 10.819,07PKT
Vortageskurs 10.759,27PKT

Ebenso die Nachbörse, wie ich eingangs schon mit der Wall Street anklingen ließ.

Erwartungen zum Wochenstart

Zum Wochenstart kann man daher erst einmal von einer Fortsetzung ausgehen:

Hierbei lockt im ersten Schritt die runde 11.000erMarke und darüber dann das größere GAP zu Anfang März, was wir bereits einmal beinahe abgearbeitet hatten:

Schauen wir auf die Kurse aus der Vorbörse, konnte man die 11.000 bereits sehen. Eine Marke, die für Anleger sicherlich Symbolcharakter hat und erhöhte Aufmerksamkeit verursacht:

Der positive Nachthandel sorgte dafür, dass wir hier bereits einen ersten Schritt in die Widerstandszone aus Ende April gemacht haben;

Sie reicht im Endloskontrakt bis 10.380 Punkte und ist damit an der Oberseite sehr nah am gezeigten März-GAP. Wir erinnern uns: Diese hohen Kurse im Endloskontrakt wurden am letzten Handelstag im April direkt abverkauft.

Dies muss sich nicht wiederholen, was jedoch ein wenig vorsichtig stimmen sollte ist die starke Dynamik der Bewegung.

Für die ersten Trades dieser Woche orientiere ich mich an der Aufwärtsbewegung und Trendlinie:

Sollte es hier zur Schwäche neigen, ist das GAP zu Freitag ein erstes Ziel und erst beim Eintauchen in den XETRA-Handelsbereich des Freitags ein größeres bärishes Signal vorliegend:

Doch darüber müssen wir direkt zum Handelsstart nicht nachdenken, da wie geschrieben vorerst die 11.000 als Ankermarke im Fokus stehen dürfte.

Da im Wirtschaftskalender keine Termine mit hoher Wertigkeit zu finden sind, konzentrieren wir uns heute nur auf das Chartbild und Impulse aus Politik und von Unternehmensseite.

Starten Sie gut vorbereitet und gesund in die neue Trading-Woche.

Ihr Andreas Bernstein

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Risikohinweis: Der Handel mit Finanzprodukten ist risikoreich. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren. Diese Analyse ist keine Handelsempfehlung und enthält lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.[/spoiler]