Lufthansa: Wann hebt die Aktie wieder ab?

Die Aktie befindet sich seit 2018 im Sinkflug, damals notierte die Aktie bei 21,8 Euro. Dann kam Corona und die Aktie brach regelrecht ein, der Tiefstkurs lag bei 5,4 Euro. Das Unternehmen überlebte nur dank der Hilfe des Bundes, neben einer direkten Beteiligung wurde ein rückzahlbarer Sonderkredit gewährt.

Nach einer kurzen Erholung fiel der Kurs 2021 wieder stark zurück. Seit diesem Tiefpunkt bewegt sich die Lufthansa-Aktie in einem engen Korridor. Zuletzt belastet der Ukraine-Konflikt den Kurs, allerdings nur kurzfristig.

Welches Potential hat der Nachholeffekt?

Das Geschäftsjahr 2021 war geprägt durch geringe Flugaktivitäten durch Corona. Der Umsatz halbierte sich auf 16,8 Mrd. Euro gegenüber dem Geschäftsjahr von 2019. Der Verlust betrug 2,1 Mrd. Euro. Das Eigenkapital halbierte sich auf ca. 10 Prozent.

Anders sieht es im ersten Quartal 2022 aus. Hier wirkt sich verstärkt der Nachholeffekt aus. Der Umsatz stieg auf 5,3 Mrd. Euro, der Verlust während diesem Zeitraum verringerte sich deutlich auf -588 Mio. Euro. Der Vorstand äußert sich optimistisch für die zukünftige Geschäftsentwicklung und erwartet, dass das Unternehmen operativ wieder in die Gewinnzone kommt. Allerdings werden durch den Ukraine-Konflikt die Treibstoffkosten deutlich steigen.

Erwartungshaltung der Aktie von Lufthansa

Die Kurserholungen bewegten sich in einem engen Korridor, dies zeigt, dass das Interesse der Anleger gering ist. Seitens der Analysten wird auch keine größere Kurserholung erwartet, die Konsensschätzungen bewegen sich zwischen 7 und 8 Euro.

Die Aktie dürfte dann wieder abheben, wenn die negativen Corona-Auswirkungen vollständig abgearbeitet wurden.  Dies dürfte noch eine gewisse Zeit dauern, erst gegen Ende des aktuellen Geschäftsjahres wird sich zeigen, wie stark Lufthansa wieder geworden ist.